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Trainieren bis zum Umfallen - Leistungsdiagnostik

Eingangstests mithilfe einer Spiroergometrie können das verhindern

Ein Blick in die deutsche Sportlandschaft genügt. Jogger, Radfahrer und Fitness-Gurus kämpfen mit hochrotem Kopf verbissen um jede Kalorie. Ohne besondere Vorbereitung wird einfach drauflos trainiert und nur ­Wenige bemühen sich um eine vorherige ­Bestimmung ihrer individuellen Leistungs­fähigkeit. Dabei bietet die moderne Ausdauerleistungsdiagnostik vielfältige Möglichkeiten für jeden Sportler, die Basis für ein effizientes Training zu schaffen.

Laktatdiagnostik setzt ein umfangreiches Fachwissen voraus. Allein die Vielzahl an Rechenmodellen und Testmethoden ist für den Laien kaum zu überblicken. Den Diagnostikern helfen dabei diverse Softwarelösungen, die Messungen auszuwerten.
Die Versuchung ist jedoch groß, mithilfe eines alternativen Rechenmodells das Ergebnis „kundengerecht“ zu gestalten. Trotz der Bestimmung einer sogenannten individuellen anaeroben Schwelle erfolgt die Ableitung der Trainingsbereiche letztlich durch prozentuale Rechenmodelle.
Diese gelten jedoch nur für sehr spezifische Personen- oder Altersgruppen, werden aber dennoch für die breite Masse genutzt.

Auch die klassische Spiroergometrie ermittelt individuelle Werte. Die komplizierten und kostspieligen Apparaturen erfordern hier für die Ermittlung von Trainingsbereichen profundes Wissen um die menschliche Physiologie. Zudem eignen sich die Punktwolken der Wasserman-Grafiken wenig für die trainingswissenschaftliche Betreuung eines Sportlers. Letztlich werden auch hier die Trainingsbereiche durch eine prozentuale Ableitung von der VO2max bestimmt und damit wiederum verallgemeinert.
Eine mögliche Lösung für dieses Problem bietet die indirekte Kalorimetrie.
So führte Jeukendrup 2004 ein weiteres Kriterium zur Analyse der Ausdauerleistungsfähigkeit mit dem Punkt der höchsten oxidativen Fettverbrennung (Fatmax) ein. Es lässt sich ebenfalls präzise ablesen, wann und bei welcher Last die aerobe Energiegewinnung am höchsten ist und wie sich bis dahin die Verstoffwechslung von Fettsäuren und Kohlenhydraten darstellt. Dieser Vorgang lässt sich anhand einer Laktatdiagnostik nicht feststellen.

Im Grundlagentraining ist es unabdingbar, die Energiebereitstellung so lange wie möglich durch hohe Fettstoffwechselanteile zu realisieren. Auf Basis einer Energiestoffwechselauswertung lässt sich Training deutlich individueller und abseits der üblichen prozentual abgeleiteten Trainingsbereiche mit wechselnden, auch sehr hohen Intensitäten gestalten. Will ein Sportler seine Grundlagenausdauer verbessern oder ein Gesundheitssportler sein Gewicht reduzieren, ist es unabdingbar, diese Trainingsbereiche auch tatsächlich individuell bestimmt zu haben. Häufig ist gerade im Freizeitsport Training zu intensiv. Es werden dabei nahezu ausschließlich Kohlenhydrate zur Energiebereitstellung herangezogen. Dieser Bereich ist oft früher erreicht als subjektiv angenommen. Statt „viel hilft viel“ lautet die Devise also „weniger ist mehr“. Das bedeutet natürlich nicht, dass z.B. ein wettkampforientierter Sportler nicht auch im intensiven Bereich trainieren muss.

Die Spiroergometrie bietet anhand der indirekten Kalorimetrie, also der Bestimmung des Energiestoffwechsels, auch im Freizeit-, Fitness- und Breitensport ideale Möglichkeiten, die individuelle Ausgangslage für ein optimales Training zu ermitteln. Da auch hier ein gewisses Maß an Know-how und technischer Ausrüstung gefragt ist, bietet sich für Ärzte und Physiotherapeuten, aber auch für Fitness-Studios, die das Angebot für ihre Kunden um eine Trainingsbetreuung erweitern möchten, eine Kooperation mit bereits bestehenden Einrichtungen wie zum Beispiel leistungsdiagnostik.de an.
Die Leistungsdiagnostiker aus dem rheinischen Dormagen verfügen über eine einzigartige Auswertesoftware, mit der sich abseits von prozentualen Ableitungen der anaeroben Schwelle oder der maximalen Ausbelastung individuelle Trainingsbereiche festlegen lassen.

Fitness-Studios zum Beispiel, die heutzutage mit großen Dropout-Quoten zu kämpfen haben, können mit dieser kundennahen und effizienten Lösung ihren Kunden einen innovativen Mehrwert bieten. Motivation und sichtbare Trainingserfolge stehen neben dem Gesundheits- und Wellnessfaktor bei Fitness-Sportlern an oberster Stelle. Werden diese Ziele nicht erreicht, bleiben sie zu Hause oder wechseln zu erfolgversprechenderen Angeboten. Mit einem individuellen Eingangstest kann das verhindert werden.
Die Zeiten des Auspowerns bis zum Umfallen ohne sichtbaren Erfolg sind ab sofort vorbei. Mit Spaß und Motivation erreichen Sportler ihre persönlichen Ziele und können so lange sportlich aktiv und erfolgreich sein.

Martin Kusch & Andreas Heinen

www.leistungsdiagnostik.de

Ausgabe MSN 3 / 2009

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 3 / 2009.
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