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Gesundheitsressource Koordination

Aktuelle Kampagnen, wie die Initiative „fit statt fett“ der Bundesregierung, unterstreichen die Bedeutung eines ­aktiven Lebensstils. Um alle gesundheitlichen Effekte von Bewegungstraining optimal nutzen zu können, muss jedoch auch die Koordination trainiert werden. Eine Fähigkeit mit zentraler Bedeutung, die häufig noch vernachlässigt wird.

Aktuelle Kampagnen, wie die Initiative „fit statt fett“ der Bundesregierung, unterstreichen die Bedeutung eines ­aktiven Lebensstils. Um alle gesundheitlichen Effekte von Bewegungstraining optimal nutzen zu können, muss jedoch auch die Koordination trainiert werden. Eine Fähigkeit mit zentraler Bedeutung, die häufig noch vernachlässigt wird.
Körperliche Aktivität wird in der populären und häufig auch in der wissenschaftlichen Darstellung mit der kar­diopulmonalen Leistungskapazität in Verbindung gebracht. Weitere sport­motorische Grundfähigkeiten, wie insbesondere die Koordination, spielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, da prinzipiell alle Zielgruppen und Altersschichten von guten koordinativen Fähigkeiten profitieren. Schließlich machen sich mangelnde Koordinationsfähigkeiten immer häufiger bereits im Kindesalter bemerkbar, indem zunehmend Defizite bei einfachen motorischen Aufgaben auftreten, wie zum Beispiel dem kontrollierten Rückwärtsgehen. Entsprechend ungünstig fallen demnach auch die Prognosen für die „Bewegungskarrieren“ im Jugend- und Erwachsenenalter aus. ­Gegenwärtig setzen sich Sportwissenschaftler, zum Beispiel im neu gegründeten Forum Pro Koordination, zunehmend dafür ein, das vielfach noch unterschätzte Thema in Deutschland bekannter zu machen.

Koordination – Eine Fähigkeit im Verborgenen

Koordination wird definiert als „das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufs“. Der Begriff umfasst dabei eine Vielzahl unterschiedlicher sensomotorischer Fähigkeiten. Unter präventivmedizinischen Aspekten werden der Schulung des Gleichgewichts und der Optimierung der Stabilisationsfähigkeit die größte Bedeutung zugesprochen. Diese zielen auf gut koordinierte Muskelaktivitäten, insbesondere eine verbesserte sensomotorische Regulation ab, um eine optimale Kontrolle einzelner oder mehrerer Gelenke sowie der der Körperhaltung insgesamt zu erreichen. Weitere positive Effekte neben der Verbesserung der Stabilisations- und Bewegungsqualität sind die Leistungsoptimierung, die Belastungsökonomisierung und die Ver­letzungsprophylaxe.

Bedeutung für Sportler und Patienten

Viele Sportverletzungen bzw. Über­lastungsschäden werden durch eine inadäquate muskuläre Ausgangssituation begünstigt. So vernachlässigen beispielsweise Läufer häufig den Aufbau einer harmonischen Muskulatur, vor allem bezogen auf die Symmetrie und die Qualität der Rumpfmuskulatur. In der Folge kommt es zu muskulären Ungleichgewichten und damit zur vermehrten Beanspruchung des passiven Bewegungsapparates. Sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärprävention ergeben sich durch ein koordinativ anspruchsvolles Muskeltraining wertvolle Effekte, indem die tiefliegende Haltemuskulatur der Wirbelsäule aktiviert und die propriozeptiven Fähigkeiten der gelenkumgebenden Muskeln systematisch geschult werden. Dadurch werden die Rumpf- und Gelenkstabilität verbessert und der Sportler lernt, Bewegungen in vorhersehbaren und unvorhersehbaren Situationen besser zu beherrschen. Auch nach einer Verletzung, zum Beispiel einem Supinationstrauma oder einem Kreuzbandriss ist mit koordinativen Problemen zu rechnen, die eines gezielten, behutsamen Aufbautrainings bedürfen.

Koordination trainieren

Ein individuelles Programm für Koordinationstraining ist leicht zu erstellen und führt ganz nebenbei zu mehr Abwechslung im Training. Als besonders effektiv hat sich das Training auf einer instabilen Unterlage erwiesen, denn wer sein Gleichgewicht unter diesen erschwerten Bedingungen ausbalancieren kann, tut sich auch auf festem Boden damit leichter. Bewährt haben sich für diesen Zweck zum Beispiel die MFT Discs. Das sind modular aufgebaute Trainingsgeräte, die auf mehreren Ebenen kippen können. Wesentliches Merkmal des Workouts auf einer solchen instabilen Unterlage ist, dass entlang der drei Achsen des Körpers trainiert wird: Querachse (links/rechts), Längsachse (vor/zurück), Horizontalachse (gedreht). Dadurch unterscheiden sich MFT Discs von labilen Trainingsgeräten, wie Luftpolstern. Studien zeigen, dass bereits 10–15 Minuten täglichen Trainings zu positiven Trainingseffekten führen. Das ausgereifte Konzept kommt aus dem Spitzensport und wird von vielen Athleten eingesetzt. Dazu gehören der schnellste europäische Marathonläufer Viktor Röthlin und die Gesamtweltcup-Sieger im Langlauf, Tobias Angerer und im Snowboard, Doresia Krings. Erhältlich sind MFT Discs im Sporthandel.

*Effekte von Koordinationstraining im Überblick*
-Bewegungsabläufe werden ökonomischer. So können sportliche Belastungen länger durchgehalten werden, weil bei gleicher Leistung weniger Energie benötigt wird.

-Die Tiefensensibilität wird verbessert, was neben einer besseren Gelenkkontrolle auch zu einer Verfeinerung der sportlichen Technik führen kann.

-Die Konzentration und die Aufmerksamkeitsregulation werden verbessert, was Sportler befähigt, sich besser auf neue Anforderungen einzustellen.

-Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit nimmt zu; Bewegungen werden sicherer, weil das optimierte neuromuskuläre Zusammenspiel einen besseren Schutz der Gelenke gewährleistet.

-Koordinationstraining ist abwechslungsreich, vielseitig und sorgt für neue Trainingsanreize, was für die dauerhafte Motivation zum Sporttreiben äußerst wichtig ist.

Trainingserfolg ist messbar – mit dem MFT S3-Check

Der patentierte Computer-Test steht in vielen Fitnessstudios sowie bei ausgewählten Sportärzten, Therapeuten und Sportschulen. Das wissenschaftlich anerkannte System ermöglicht in 30 Sekunden die Messung der Koordinationsfähigkeit. Das Ergebnis ist der persönliche S3-Wert, ein Index aus Stabilität, Symmetrie und Sensomotorik. Anschließend kann gleich vor Ort ein individuelles Programm für das Koor­dinationstraining erarbeitet werden. Durch den Vergleich der persönlichen S3-Werte mit zeitlichem Abstand wird der Trainingserfolg gut messbar. Orte unter www.mft-company.com

Ausgabe MSN 1 / 2008

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 1 / 2008.

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