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Yoga-Balance

Atmung – Bewegung – Entspannung – Energie. Das sind die Zauberworte, die mit Yoga in ­Verbindung ­gebracht werden und die die ­zunehmende Attraktivität der Yogapraxis ausmachen. Längst ist Yoga gesellschaftsfähig geworden und hat sich aus dem Dunstkreis ­einer esoterischen Guru-Religion oder einer indischen Akrobatik befreit. Yoga hat sich auch im Westen als ernsthafter und ganzheitlicher Übungsweg für Körper, Geist und Seele ­Anerkennung erworben. Allein in Deutschland praktizieren sechs bis acht Millionen ­Menschen Yoga und mittlerweile existieren in vielen ­deutschen und europäischen Städten Yogastudios. Yoga und Meditationskurse werden von vielen deutschen Krankenkassen bezuschusst und gefördert.

Yoga kann als die älteste Wissenschaft über die Funktionsweise und Gesunderhaltung des menschlichen Körpers und Geistes bezeichnet werden. Viele der heute angewandten Körpertherapien, z. B. Rückenschule, Krankengymnastik, Physiotherapie basieren in ihren Grundzügen auf Yogaübungen. Die ethymologische Bedeutung des Wortes Yoga lässt sich auf die indogermanische Wortwurzel „Yui“ zurückführen, was soviel wie „Gespann“ oder „anschirren“ bedeutet. Im übertragenen Sinne ist mit dem Wort Yoga eine Geistesdisziplin gemeint, die lehrt, die unruhigen Sinne und Gedanken durch einen ruhigen und achtsamen Geist zu zügeln. Yoga ist somit im Kern eine Technik, die Geist und Gedanken durch Atemübungen, Konzentration und Meditation kultiviert. Der Praktizierende wird dadurch in einen tiefen Zustand des Seelenfriedens geführt.
Yogaübungen gehen über eine reine Funktionsgymnastik hinaus, da sie in ihrem Grundverständnis immer auch den feineren Energiekörper des Menschen beeinflussen und somit neben dem körperlichen Wohlbefinden auch für eine seelisch-geistige Ausgewogenheit sorgen. Die spirituelle Entfaltung des Menschen bildet das höchste Ziel im Yoga und zieht in der heutigen Zeit immer mehr Menschen an, die ein ganzheitliches Übungssystem suchen. Mechanisch ausgeführte Körpergymnastik kommt dem Wunsch der Menschen nach einem ganzheitlichen Prinzip der Harmonie und Einheit nicht mehr nach. Genau dieses ganzheitliche Prinzip wird aber im Yoga umgesetzt und macht Yoga so kraft- und wirkungsvoll.

Auch bei vielen Beschwerden und Krankheiten hat Yoga sich als eine alternative Form der Therapie erfolgreich bewährt, da sowohl im Nervensystem als auch im hormonellen System Ausgewogenheit hergestellt wird. Diese Systeme wiederum beeinflussen direkt die Organe und die anderen Systeme des Körpers. Auch Haltungsschwächen und Rückenbeschwerden werden durch die Asanas (Körperstellung) gelindert, Stress und Anspannung wird durch Entspannungs- und Atemtechniken entgegen gewirkt. Dieses bewusste Innehalten eröffnet eine Oase der Ruhe und des „zu sich Kommens“ und ist in unserer hektischen Welt ein kostbares Geschenk. So praktizieren viele Menschen Yoga in erster Linie auch, um ihre Gesundheit zu erhalten, zu verbessern oder um zur Ruhe zu kommen.

Yoga – Studie

Das Yoga-Balance-Programm wurde von uns am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Insgesamt nahmen 30 Frauen und 4 Männer im Durchschnittsalter von 39,9 Jahren (Spanne 25–58 Jahre) an der Untersuchung teil. Bereits nach zehn Trainingswochen bei einer 90-minütigen Trainingseinheit wöchentlich konnten überaus positive Effekte sowohl auf die allgemeine körperliche Fitness als auch auf die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden festgestellt werden.

Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Buskies:

http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/5146

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Yoga

Ausgabe MSN 3 / 2007

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 3 / 2007.
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