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Ich will Spaß am Sport
Ich will Spaß am SportSportmedizin & LaufsportObwohl Laufen eine der gesündesten Sportarten überhaupt ist, drückt Marathonläufer oft mehr als nur der Schuh. Vom kleinen Wehwehchen bis hin zur lebensbedrohlichen Situation gehört alles zum üppigen Repertoire der Zwischenfälle bei einem Marathonlauf. Also wohl dem, der sich vorher auf Risiken und Gefahren einstellt und ihnen durch angemessenes Verhalten schon im Vorfeld zu begegnen versucht. Kann man beim Laufsport sein Herz überfordern? Ist ein medizinischer Check sinnvoll oder gar notwendig?
Fraglos ist ein medizinischer Check nicht nur sinnvoll, sondern unverzichtbar, wenn ein Marathonnovize an den Start geht. So empfehlen es Sportmediziner weltweit. In etlichen Ländern kann gar keine Startnummer erworben werden ohne eine aktuelle ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung. Was erlebt ein Körper während eines Marathonlaufs und wie gesund ist das?
Während eines Marathonlaufes gelangt der Organismus vieler Teilnehmer an seine Grenzen. Die Energiedepots werden sehr stark ausgeschöpft, der Flüssigkeits-haushalt gerät durcheinander, ggf. werden viele Elektrolyte (Salze) verloren, das Immunsystem wird stark belastet und gegebenenfalls erheblich geschwächt und nicht zuletzt werden Muskeln und Gelenke einem extremen Härtetest unterzogen. All das ist natürlich nicht gesund. Aber ein Marathonlauf wird ja nicht bestritten, um von diesem einen Lauf an diesem einen Tage gesundheitlich zu profitieren. Gehört der Muskelkater, den man nach einem Marathonlauf spürt, auch zu den Symptomen körperlicher Überforderung?
Ja, denn der Muskelkater ist Resultat einer Vielzahl von Mikroverletzungen, die durch sog. exzentrische Muskelbelastungen entstehen. Darunter versteht man Bewegungen, bei denen sich Ursprung und Ansatz eines Muskels oder einer Muskelgruppe voneinander entfernen, obwohl sich der Muskel gleichzeitig anspannt (also eigentlich zusammenziehen soll). Bei der exzentrischen Kontraktion wird der Muskel also gedehnt und muss diese Dehnung gleichzeitig bremsen – wie beispielsweise beim Bergabgehen, von dem jeder Bergwanderer weiß, dass Wie sollte die Regeneration nach einem Marathon aussehen (Art der Regeneration, Dauer bis zur Erholung)? Wie viele Marathonläufe verträgt der Mensch in einem Jahr?
Bis zur vollständigen Erholung nach einem Marathonlauf vergeht eine geraume Zeit. Nicht von ungefähr laufen die wirklich Besten der Welt pro Jahr maximal 2 Marathonläufe, manchmal sogar nur einen. Oder sie legen ein Zwischenjahr ein, in dem sie gar nicht an den Start gehen. Insbesondere die Veränderungen des Immunsystems sind oft tief greifend und halten über Wochen, im Extremfall sogar Monate an. In der Phase der immunologischen Beeinträchtigung spricht man vom „Open Window“, einem Effekt, der die verstärkte Öffnung des Organismus gegenüber schädigenden Einflussfaktoren (z.?B. Krankheitserregern) charakterisieren soll. Die Dauer der Schwächung unterliegt individuell erheblichen Abweichungen, abhängig vom Trainingszustand, den Witterungsbedingungen, dem Laufverhalten (Ausbelastungsgrad) usw.. Wie kann man seinen Körper (mechanisch) optimal auf die Belastung eines Marathonlaufes vorbereiten?
Körper und Psyche benötigen eine intensive, zeitlich ausreichend dimensionierte Vorbereitung, bis ein Marathonlauf problemlos absolviert werden kann. Das „Finishen“ ist für viele sportliche Menschen eigentlich kein Problem, das Finishen bei maximaler Ausschöpfung der eigenen Reserven hingegen schon. Wobei in diesem Zusammenhang immer die Frage nach der Sinnhaftigkeit gestellt werden muss. Fazit Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Marathontourismus (Marathon für Breitensportler) eine Welt umfassende Bewegung geworden ist, die erhebliche Einflüsse auf die Lebensgestaltung vieler Menschen entfaltet. Diese Einflüsse lassen sich problemlos in ein gesundheitsorientiertes Freizeitverhalten integrieren – wenn Voraussetzungen und Rahmenbedingungen stimmen. Dann – und nur dann – ist der Marathon in seiner positiven Gesamtwirkung unschlagbar. Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Prof. Dr. Thomas Wessinghage: http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/6577 |
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