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Lösung für sinnvolles EMS-Training: MET

In den letzten Jahren kam mehr und mehr das sog. EMS-Training (oder auch EMS-GK-Training – wobei GK für „GanzKörper“ steht) in die Studios und zu den Kunden. Viele berichten begeistert über EMS-Training, weil es einfach umzusetzen ist, weil selbst Unsportliche relativ schnell gute Trainingserfolge erzielen und weil man vergleichsweise wenig Zeit für diese Art des Trainings aufwenden muss.
EMS-Studios sprießen in vielen großen Städten aus der Erde und selbst Franchise-Ketten, die EMS-Training anbieten, sind inzwischen auf dem Markt. Der Erfolg des EMS-Trainings übertönt dessen Kritiker und bringt immer mehr "Überzeugungstäter an die Steckdose". Bisher gab es nur EMS-GK-Trainingssysteme, die auf Basis von niederfrequentem Strom (NF) arbeiten. Und das, obwohl man schon lange weiß, dass NF alles andere als optimal ist für Muskeltraining.

Niederfrequenter Reizstrom – kurz NF

Dennoch sollte man sich mit dem Thema NF befassen, bevor man eine fachliche, wissenschaftliche, oder auch einfach nur eine interessierte Auseinandersetzung mit EMS-GK-Training startet.
NF ist eine Stromform die nur eine einzige Möglichkeit hat, um im menschlichen Körper Muskelkontraktionen zu bewirken – dies ist der Weg über den Nerv. Ausschließlich! Nun wissen wir aber, dass jedes Nerv-Muskel-System (Motorische Einheit) eine ihr eigene Frequenz hat. Man spricht in diesem Zusammenhang von Fast-Twitch- und Slow-Twitch-Fasern. Für uns ist das sehr wichtig, denn eine ST-Faser ist eine Muskelfaser mit überwiegender Haltefunktion (plus langsame Bewegungen), eine FT-Faser ist eine reine Bewegungsfaser. Die Fasertypen unterscheiden sich sowohl molekular, als auch metabolisch, sowie in ihrer enzymatischen Zusammensetzung. Und sie haben nicht nur verschiedene Funktionen, sondern auch (und vor allem) unterschiedliche Reaktionszeiten. Die Frequenz wird hierbei nicht vom Muskel vorgegeben, sondern vom Nerv. Für unsere Sache bedeutet das, dass es die Nerven sind, die mit unterschiedlichen Frequenzen ihr Signal an den Muskel geben und die Frequenz bewirkt dann wiederum, das Ausbilden eines bestimmten Muskelfasertyps. Das bedeutet, dass die Frequenz, mit der eine Muskelfaser angesprochen wird, letztlich entscheidend mit deren Funktion zusammenhängt. In dieses System willkürlich einzugreifen (was die NF tut), sollte wohl überlegt sein.

Was bedeutet es in der Konsequenz, wenn man Muskelfasern mit einer anderen Frequenz trainiert, als die, mit der die Motorischen Einheiten arbeiten? Vielleicht würde eine Beantwortung dieser Fragen erklären, warum man immer wieder beobachten kann, dass Sportler die viel mit NF trainieren, eher schlechter werden, was ihre eigentliche Kraftleistung angeht und auch koordinativ abbauen. Sicherlich machen sich all diese Dinge bei völlig untrainierten Personen nicht bemerkbar und bei Nichtsportlern bewirkt das Mehr an Muskulatur deutlich mehr Positives als der Verlust im Bereich der maximalen Kraftentwicklung an Negativem bewirken könnte. Dennoch kann man solche Dinge nicht ignorieren.

Das Rauschen in der Tiefe

Untersuchungen der NF haben gezeigt, dass das niederfrequente Signal in der Tiefe des Muskelgewebes nicht mehr ‚lesbar‘ ist - also in der Tiefe keine gezielten Muskelkontraktionen mehr erreicht werden. Man kann sich das vorstellen wie einen Ton, der in so großer Entfernung gesungen wird, dass der Zuhörer zwar noch ein Geräusch hört, aber nicht mehr erkennen kann, um welchen Ton (oder gar welche Melodie) es sich hierbei handelt. Und da der Körper nicht in der Lage ist, derart unspezifische Signale zu verarbeiten, ist niederfrequenter Strom in der Tiefe nur noch als Belastung zu sehen. So wie man bei Tönen von Lärm spricht, wenn nur noch ein undefinierbares Tongemisch am Ohr ankommt, so könnte man bei der NF in der Tiefe von ‚Elektrolärm‘ sprechen. Es mag sein, dass diese unspezifischen Signale in der Tiefe der Gewebe nicht schädlich sind, doch es ist durchaus anzunehmen, dass sie zumindest eine Belastung darstellen. Eine unnötige Belastung für den Organismus. In jedem Fall aber muss man auf dem Hintergrund dieses Wissens sagen, dass das Training mit NF nicht wirklich als Ganzkörpertraining bezeichnet werden kann, da es die tief liegende Muskulatur nicht erreicht.
Fazit: Training mit NF ist nicht hinreichend effizient, es erreicht das Muskelgewebe nicht gleichmäßig bis in seine Tiefen und schafft im Muskelaufbau eine ‚Monokultur’, die den Muskelnutzen einschränkt.

Die Lösung: MET

Schlau wäre auf jeden Fall, wenn man EMS-Trainings nicht mit NF durchführt, sondern hochwertigeren Strom nutzt. Hierfür bietet sich ein Strom ganz besonders an, der in der physikalischen Medizin bereits sehr erfolgreich eingesetzt wird und andere, veraltete Stromformen zunehmend
verdrängt: Die MET nach Knop. Sie ist die einzige Stromform, die nach eingehender Überprüfung den Ansprüchen moderner Elektrotherapie gerecht wird und im AmpliTrain als ‚Trainingsstrom‘ für EMSGK-Training genutzt wird. Die technischen Entwicklungen unserer Zeit haben erst die Möglichkeit geschaffen, ein Stromsignal digital zu erzeugen – genau das war aber die benötigte Voraussetzung um einen so optimalen und „quasi-physiologischen“ Strom wie die MET zu entwickeln. Doz. Ulrich Knop ist es in enger Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Arbeitskreis M.E.M eV über die Jahre gelungen, die MET auf der Vorlage der sog. ‚Russischen Stimulation‘ und in Kombination mit dem Wymoton-Prinzip zu entwickeln und technisch umzusetzen und somit erstmals die Mittelfrequenzwirkung
vollständig nutzbar zu machen.
Die MET bietet im Training den enormen Vorteil, dass Sie eine saubere Signalübertragung bis in die Tiefen des Gewebes möglich macht und erstmals ‚quasi-physiologische‘ Muskelkontraktionen ermöglicht.
Die MET wird seit über 10 Jahren untersucht und dokumentiert und ist damit wahrscheinlich die am besten untersuchteste Stromform überhaupt, wenn es um die Muskelwirkung geht. EMS-Training auf der Basis der MET bedeutet nicht nur wesentlich gezielteres, vielseitigeres und effektiveres, sondern vor allem auch gesünderes Training. Der entscheidende Unterschied liegt erst einmal darin, dass MET ein mittelfrequentes Trägersignal als Basis hat, das durch seine hohe Energie Signalreinheit bis in die tiefsten Körperregionen sicherstellt. Dies wurde im Versuch sowohl in vivo als auch in vitro nachgewiesen. Dieses mittelfrequente Basissignal hat 2 kHz und durchströmt das gesamte Volumen das zwischen zwei Elektroden liegt. Das Signal ist somit volumenwirksam und bewirkt eine sog. Beta-Dispersion, also ein Öffnen der Zellmembranen, und damit ein Optimieren des Zellstoffwechsels im gesamten durchströmten Gewebe.
Das mittelfrequente Signal wird über Modulation seiner Hüllkurve so geformt, dass es unterschiedliche zusätzliche Wirkung im durchströmten Gewebe erzielt. Und genau an dieser Stelle wird es für das Training hochinteressant, denn die Formung der Hüllkurve erlaubt es unter anderem,
die Muskelzelle direkt anzusprechen. Der Nerv kann hier komplett außen vor gelassen werden. Wobei die Betonung auf kann liegt – muss aber nicht.
Es gibt je nach medizinischer Indikation oder Trainingszielsetzung durchaus Situationen, da man die Muskelzelle und den ihr zugeordneten Nerv ansprechen möchte, und genau das ist das Besondere an der MET, denn sie erlaubt beides. Auf den Punkt gebracht ist die MET eine Art ‚Wollmilchsau’ in Sachen EMS, denn sie macht es möglich, deutlich höhere Energie zu nutzen und diese so zu formen, dass sowohl die Muskelzelle direkt angesprochen (aktiviert) werden kann als auch der Nerv (oder
beide synchron). Doch es sei hier auch noch erwähnt, dass das Ansprechen des Nerv mit der MET nicht ein Zwingen ist, wie beim Einsatz von NF, sondern ein körpergerechtes ‚Angebot’. Man hat durch die MET also die mögliche Wirkung der Niederfrequenz genutzt, ohne ihre immensen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen - es wird daher hierbei nach Prof. Senn (LMU München) von einer ‚Provokation’ und nicht von einer ‚Reizung’ gesprochen.
Wichtig für EMS-Training: MET macht es erstmals möglich, die Muskelzelle direkt zu erreichen. Im Bereich Muskeltraining ist dies von unschätzbarer Bedeutung, denn es macht einen gewaltigen Unterschied in der Trainingswirkung, ob ich das Zielorgan mit meiner Maßnahme direkt ansprechen kann, oder einen Umweg über ein anderes Gewebe nehmen muss. Bei der NF ist immer der Umweg über den Nerv von Nöten. Dies bedeutet, dass die Grenzen des Nervs zugleich die Grenzen des Trainings sind. Muskeltraining mit der MET hingegen bedeutet, dass direkt die Muskelzelle angesprochen wird und die Muskelzelle auch wirklich austrainiert werden kann. Das stellt eine völlig neue Möglichkeit dar, die es so bis dato noch nie gab. Doz. Lange untersuchte die MET im Muskelmodell an der TU Dresden im Vergleich zu NF- und Inteferenzströmen und konnte sichern, dass die MET mehr als 22 % der Willküraktivität simulieren kann, wobei niederfrequente Stromformen und Interferenzströme gerade mal 1/3 dieser Aktivität erbringen konnten; so kommt Lange auch zu dem Fazit: „Diese Stromform ist wirklich neu und solche Ergebnisse erreicht man mit
keinem anderen Verfahren...“

Die MET bietet erstmals auch die Möglichkeit, frei zu wählen, welches Ziel mit einem Training verfolgt werden soll. Grundsätzlich sind Trainingsziele ja durchaus unterschiedlich. Manche Menschen wollen durch Training zu mehr Ausdauer und einem gesünderen Leben kommen, Anderen ist der Muskelaufbau wichtig, wieder ein Anderer will fit und beweglich bleiben und wieder andere haben bereits spezifische Beschwerden und hoffen mit gezieltem Training diese Beschwerden wieder los zu werden. Training ist also in gar keinem Fall gleich Training.
Ganzkörperliches Training mit der MET – bzw. EMS-Training mit AmpliTrain - ist volumenwirksam und bewirkt durch die verbesserte Mikrozirkulation, Penetration und Distribution eine massive Verbesserung des Stoffwechsels im Gewebe. So wirkt die MET auch intensiv in Richtung Regeneration und Gesundheit. Durch die Möglichkeit, einerseits die Muskelzelle direkt anzusprechen und gleichzeitig dennoch auch den Nerv in das Training zu integrieren, wird es möglich, sehr genau zu entscheiden, welche Gewebe angesprochen werden sollen und in welcher Weise. So kann das Training nach individuellen Wünschen gestaltet werden.

AmpliTrain – die Lösung in Vollendung

Wer also heute in Zusammenhang mit EMS-Training die Frage nach Qualität stellt, der wird zwangsläufig zu der Erkenntnis gelangen, dass AmpliTrain eine neue Dimension in Sachen EMS-GK-Training eröffnet weil alle wesentlichen Kriterien für ein gesundes und optimales Training im AmpliTrain ihre kongeniale Verwirklichung finden.
- Wirkung und Effizienz
- Optimale Verträglichkeit
- Zielgenauigkeit, egal ob für Muskelaufbau, Muskelkraft, Beweglichkeit, Ästhetik, Fitness, Haltung, Ausdauer, Körpertherapie

Nicht zuletzt deswegen hat AmpliTrain die deutsche Medizinzulassung für das EMS-GK-Trainingssystem beantragt.
Derzeit ist in der physikalischen Medizin der AmpliMed im Einsatz und zeigt dort die ungemeinen Möglichkeiten der MET auf. Der AmpliTrain wird ab Dezember 2010 im Handel sein und wird dann endlich auch EMS-GK-Training in den Profibereich (egal ob Spitzensport, Sportmedizin oder Sportphysiotherapie) bringen.

Beate Rösch - www.amplitrain.de

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Foto: Entwurf eines Prototypen - amplitrain

Ausgabe MSN 6 / 2009

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 6 / 2009.
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