Therapie von MuskelverletzungenDie Anwendung von Autologen Wachstumsfaktoren (ACP) in der konservativen und operativen Sporttraumatologie – aus der Praxis für die Praxis
Die Anwendung von Autologen Wachstumsfaktoren gerade im Hochleistungs-/
So konnten Mazzocca et al. zum Beispiel in Laborversuchen nachweisen, dass eine erhebliche Beschleunigung der Proliferation von Tenozyten durch die Gabe von ACP erfolgte. Bei einer Beobachtungsdauer über 12 Tage wurde das Proliferationsverhalten der Tenozyten verglichen zwischen 1maliger, 2maliger und 3maliger Gabe von ACP in gleichen Intervallen. Verschiedene Autoren berichten in der Anwendung von autologen Wachstumsfaktoren bei Sehnenverletzungen und auch Tendinosen über eine erhebliche Beschleunigung der Regenerationszeit. Neuere klinische Studien von Mishra und Pavelko (6) bei konservativ therapieresistenten Epicondylitiden sowie von Peerbooms et al. (7) in einer doppelt verblindeten, kontrollierten, randomisierten Studie zur Anwendung von autologen Plättchenkonzentraten zur Therapie der lateralen Epicondylitis im Vergleich zu Kortison zeigten eine erhebliche Überlegenheit der Therapie mit PRP/ACP. Kon et al. (8) erzielten vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Therapie von Tendinosen der Patellasehne mit PRP/ACP. Hinsichtlichich Verletzungen der Skelettmuskulatur konnten Menetry et al. (2) feststellen, dass durch die Gabe von autologen Wachstumsfaktoren die erste inflammatorische Phase nach besser reguliert wird und dadurch eine schnellere Heilung erfolgte. Diese Erkenntnisse decken sich mit den Untersuchungsergebnissen von Wright-Carpenter et al. (3), die eine beschleunigte Regeneration von Muskelverletzungen der Wade im Mausmodell durch Gabe von Autologem Conditioniertem Serum (ACS) nachweisen konnte. In einer gleichzeitig mit unserer Praxis durchgeführte Pilotstudie zur Therapie von Muskelverletzungen bei Hochleistungssportlern mit ACS konnten Wright-Carpenter, Klein, Schäferhoff et al. (4) die Ergebnisse im Mausmodell bestätigen. Die mit ACS behandelten Athleten erholten sich schneller vom Muskelfaserriss als die konventionell behandelten Sportler; objektiv konnte dies durch MRI verifiziert werden. Die volle Trainingsbelastung konnte bei der mit ACS behandelten Gruppe ca. 30 % früher wieder erreicht werden als in der Kontrollgruppe. Sanchez et al. (5) fanden in ihrer Studie an Hochleistungssportlern eine auf die Hälfte beschleunigte Regenerationszeit gegenüber der Kontrollgruppe, ohne dass sich eine Fibrosierung der Muskulatur einstellte. Auch im Rahmen chirurgischer Eingriffe an Knorpel, Knochen, Sehnen und Bändern zeigen sich in verschiedenen Studien zum Teil deutliche Verbesserungen hinsichtlich Schmerzreduktion und Regenerationszeit/ funktionellem Outcome z.B. bei Rotatorenmanschettenrekonstruktion, Achillessehnennaht, Kreuzbandrekonstruktion und Osteosynthesen. Fazit Zusammenfassend unterstreichen diese Studien unsere Erfahrungswerte mit der ACP Therapie. Bei korrekter Indikation zeigt eine Behandlung mit autologen Wachstumsfaktoren gute klinische Ergebnisse wie z. B. ein schnellerer Wiedereinstieg in den Wettkampfsport oder eine frühzeitige und deutliche Schmerzlinderung. Zur Bestätigung der durchweg positiven Behandlungsergebnisse sind größer angelegte Studien unbedingt notwendig. Literatur beim Autor paul.klein@mediapark-klinik.de |
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