Leistungsoptimiert und medizinsch perfekt
Die Fußball-Europameisterschaft 2008 hat gezeigt: Zum modernen Fußball gehören heute neben spielerischen Qualitäten und sportlichem Ehrgeiz ebenso viel Taktik, Schnelligkeit, Videoanalysen, statistische Auswertungen und medizinische Perfektionierung.
Dabei spielen in der Sportmedizin medizinische Hochleistungsgeräte wie bildgebende Diagnose- oder Überwachungssysteme eine zunehmend wichtige Rolle. Eine neue Generation an qualitativ hochwertigen kompakten Ultraschallsystemen sorgt nun für mehr Diagnosesicherheit in unmittelbarer Nähe der Sportler.
„Bei einigen Sportverletzungen reicht die klinische Untersuchung in der Akutphase oftmals nicht aus, um eine eindeutige Diagnose zu stellen“, erläutert Prof. Dr. Hauke Mommsen, Sportmediziner und Dozent an der Fachhochschule Kiel. „Bei einer Muskelverletzung ist es beispielsweise aufgrund der hohen Trainingsfrequenz oft schwierig zu unterscheiden, ob es sich um eine Zerrung, Verhärtung, Verspannung oder um Myogelosen handelt. Eine Ultraschalluntersuchung mit einem kompakten Ultraschallsystem kann in diesen Fällen für Klarheit sorgen.
Ein kompaktes Ultraschallsystem darf heutzutage im Hochleistungssport auf keinen Fall fehlen, auch nicht während einer Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen. Wer daran spart, wird letztlich dafür an anderer Stelle draufzahlen. Es passt sich optimal in den Untersuchungsablauf vor Ort ein und verschafft direkt am Trainingsplatz oder Spielfeld Klarheit, was uns wiederum fundierte und vor allem schnelle Entscheidungen ermöglicht.“
Hochleistungssportler verlangen ihrem Körper viel ab. Überbelastung und Sportverletzungen gehören zum Alltag. Umso wichtiger ist eine medizinische Betreuung, die Verletzungen vorbeugt und den Aktiven professionell überwacht.
„Die Arbeit als Sportmediziner hat sich in den letzten zehn Jahren komplett gewandelt“, berichtet Prof. Mommsen. „Die Spieler laufen ständig auf Hochtouren. Als medizinische Betreuer müssen wir unsere Arbeit diesem Rhythmus anpassen. In vielen Sportdisziplinen hat die so genannte „Klinsmannisierung“ Einzug gehalten. Dabei arbeiten kompetente interdisziplinäre Fachkräfte wie Sportmediziner, Sportpsychologen, Sportwissenschaftler und Ernährungsberater im Sinne einer konsequenten Leistungsoptimierung eng zusammen. Ob im Fußball, Handball oder in der Leichtathletik: Ein individuell angepasstes Muskelfunktionstraining ist nicht nur Voraussetzung für sportliche Höchstleistungen, sondern bietet auch Schutz vor möglichen Verletzungen.“
Die Olympischen Spiele in Beijing
Das Beispiel GE Healthcare bei den Olympischen Spielen zeigt, wie eine Kooperation in der Praxis aussehen kann. Während der Spiele wurden am Olympic Village General Hospital neben EKG-Geräten und fünf Ultraschallsystemen zwei der neuesten 1,5T Magnetresonanz-Systeme zur Behandlung der über 10.500 teilnehmenden Sportler aus über 200 Nationen bereitgestellt.
„Wir möchten mit unseren Bildgebungs- und kardiologischen Überwachungssystemen dazu beitragen, Sporterkrankungen und -verletzungen vorzubeugen bzw. rechtzeitig zu erkennen, damit drohende Verletzungen vermieden werden können“, erläutert Rudolf Beyenburg, Unternehmenssprecher GE Healthcare. „Um sich vor dem Risiko des plötzlichen Herztods zu schützen, werden beispielsweise tragbare GE Langzeit-EKG-Geräte mit einer Software ausgestattet, die das Plötzlicher-Herztod-Risiko analysiert und bewertet.“ Teil dieser Initiative ist aber auch die Bereitstellung von modernsten bildgebenden Systemen wie Computer- und Magnetresonanztomographen sowie EKG-Systemen für sportmedizinische Studien.
Anna Pokorádi
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