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Sonographie in der alltäglichen Praxis

In unserer Allgemeinmedizinischen/Sportmedizinischen Praxis sehen wir durchaus häufig sportmedizinische Krankheitsbilder, bei denen sich die Sonographie als ein ausgezeichnetes Hilfsmittel zur Diagnosestellung erweist.

Neben der Ultraschalldiagnostik der Schilddrüse und des Abdomens führen wir auch Ultraschalluntersuchungen der Gelenke und Weichteile durch.
Vor allem bei Weichteildefekten oder unklaren Schwellungen zeigt sich die hohe Wertigkeit der Ultraschalldiagnostik (7,5 MHZ Schallkopf) zur Diagnosestellung.
Unseres Erachtens ist die Sonographie bei Sportverletzungen ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Diagnosestellung und zur Diagnosesicherung, wobei in manchen Fällen natürlich auf ein initial angefertigtes Röntgenbild zum Ausschluss knöcherner Begleitverletzungen nicht verzichtet werden kann.
Wichtige Indikationen zur Ultraschalldiagnostik sind daher aus unserer Sicht vor allem Weichteilverletzungen bei denen eine knöcherne Beteiligung unwahrscheinlich ist, wie z. B.:
Achillessehnenruptur, Rotatorenmanschettenruptur, Kniebinnentrauma, chro­nische Knieschäden (Baker Zyste?), Muskuläre Verletzungen, unklare Weich­teilschwellungen/Dehiszenzen.

Auch bei kindlichen Gelenkproblemen (Koxitis fugans), kann mit der sonographischen Gelenkspaltmessung eine gute Unterstützung bei der Diagnosestellung erfolgen.
In der neueren Literatur wird auch die Wertigkeit von Ultraschalluntersuchungen in der Diagnostik von Rückenproblemen diskutiert (Muskelfunktionsuntersuchungen, Muskeldicke bei Kontraktion/Entspannung, Dopplerfunktionsuntersuchung der Gefäße in Anspannung und Entspannung). Unserer Ansicht sind dies neue Wege, die unbedingt weiter beschritten werden sollen, über die Wertigkeit derartiger Untersuchungen kann gegenwärtig noch kein abschließendes Urteil abgegeben werden.

Dr. med. Frank Scholz

Ausgabe MSN 6 / 2008

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 6 / 2008.
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