Doping mit neuen Medikamenten
Doping und Dopinganalytik sind seit jeher sehr dynamische Felder aufgrund zahlreicher neuer pharmazeutischer Produkte, die zur Bekämpfung schwerer Krankheiten entwickelt werden und zum Teil großes Missbrauchspotenzial für den Elite-Sport besitzen. Selektive Androgenrezeptor Modulatoren (SARMs) Die Gruppe der SARMs befindet sich mit einigen Vertretern bereits im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium (klinische Testphase 2 ist abgeschlossen) und zielt therapeutisch auf verschiedene Anwendungsgebiete ab, die im Wesentlichen Muskelschwund und verwandte Krankheiten sowie Osteoporose beinhalten. Aber auch Altersgebrechlichkeit und Fertilitätskontrolle bei Männern werden untersucht. Der besondere Aspekt dieser nicht-steroidalen Verbindungen ist die Eigenschaft, den Androgenrezeptor gewebeselektiv zu aktivieren bzw. zu inhibieren und so gezielt Muskelhypertrophie zu stimulieren und Knochendichte zu steigern, wobei gleichzeitig u. a. aber das Prostatawachstum verhindert wird. Allgemein gesprochen werden die Vorteile einer Steroidersatztherapie ohne die damit üblicherweise korrelierenden Nebenwirkungen erreicht. Erste proof-of-concept Studien haben gezeigt, dass ein Probandenpool, der über 12 Wochen mit SARMs behandelt wurde, in diesem Zeitraum im Mittel eine Zunahme der fettfreien Körpermasse von 1,3?kg bei gleichzeitiger Kraftsteigerung erreichte, wodurch die anabolen Eigenschaften der SARMs eindeutig belegt wurden. HIF-Komplex Stabilisatoren
Verbindungen, die zur Klasse der HIF-Komplex Stabilisatoren gehören, gelten als viel versprechende Alternative zu herkömmlichen Therapien gegen Anämie, die im Allgemeinen auf der Applikation von rekombinantem Erythropoietin (EPO) basieren. Während Peptidhormone wie EPO in der Regel subkutan verabreicht werden müssen, können niedermolekulare Verbindungen wie Vertreter der HIF-Komplex Stabilisatoren oral verabreicht werden. Diese sorgen dafür, dass die körpereigene EPO-Produktion stimuliert wird, indem ein Proteinkomplex, bestehend aus HIF-1?, HIF-1? und p300/CREB, nicht durch oxidative Veränderungen u.?a. über Prolylhydroxylasen zum Abbau markiert und mittels von-Hippel-Lindau Protein/Ubiquitin Ligase Komplex proteasomal degradiert wird. Der intakte Proteinkomplex ist Grundlage der endogenen EPO-Frei- Dopingrelevanz
Anabole Wirkstoffe wie anabol-androgene Steroide oder ?2-Agonisten (z.?B. Clenbuterol) sind seit mehr als 20 Jahren Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Prof. Dr. Mario Thevis http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/7029 |
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