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Motorsport - Interview mit Michael Schumacher
Motorsport - Interview mit Michael SchumacherEs wird nie langweilig
Michael Schumacher ist der erfolgreichste Pilot der Formel 1-Geschichte und hält in dieser Rennserie zahlreiche Rekorde. Insgesamt sieben Mal wurde er Weltmeister und prägte zwischen 1996 und 2006 als Ferrari-Pilot den Formel 1-Zirkus ganz maßgeblich mit. Am 10. September 2006, nach seinem 90. Grand-Prix-Sieg, gab Schumacher bekannt, seine Fahrerkarriere am Ende der Saison zu beenden. Pläne für ein erstes Comeback musste er 2009 wegen einer Nackenverletzung aufgeben. Am 14. März 2010 war es dann aber soweit, Michael Schumacher, Sie befinden sich mitten im „Comeback des Jahrhunderts“. Welches Zwischenfazit können Sie ziehen? Ein gutes, alles läuft eigentlich so wie erwartet. Dass manche Leute mehr erwartet haben, muss mich nicht belasten. Ich fahre nach drei Jahren kompletter Pause in der Weltspitze mit, ich bin noch immer auf der Höhe der Formel 1, das zählt für mich. Der Rest kommt dann auch noch. 2009 scheiterte ein erster Comeback- Versuch an einer Nackenverletzung. Bereitet Ihnen dies noch Probleme? Ich habe keinerlei Probleme mehr, sonst hätte ich sicherlich keinen Dreijahresvertrag unterschrieben. Das Thema, und das ist das Schöne, ist für mich abgehakt. Ganz allgemein bedeutet Motorsport für den Körper Schwerstarbeit. Sie sind dieses Jahr 41 Jahre alt geworden. Wie halten Sie sich fit, müssen Sie noch mehr an sich arbeiten als früher? Ich würde sagen, anders vor allem, noch gezielter, noch überlegter und immer gemeinsam mit einem Physiotherapeuten der Sportklinik Bad Nauheim. Ich arbeite seit Jahren nach Plänen und Empfehlungen der Sportklinik Bad Nauheim, sodass mein Training immer sehr spezifisch ist. Denn gerade im Sport ist viel manchmal zu viel. *Wie sieht bei der Formel 1 eigentlich die medizinische Kontrolle und Versorgung aus? Die ist absolut gewährleistet, das stellt der Weltverband sicher. Plump gesagt st alleine schon die medizinische Erst- Versorgung nach einem Unfall essenziell... Dazu hat jedes Team normalerweise einen Arzt, wobei das von Team zu Team anders gehandhabt werden kann. Genauso ist es mit den Physiotherapeuten: Manche arbeiten bei den Teams und „übernehmen” dann die Fahrer, andere Fahrer wie ich arbeiten mit einem festen Physiotherapeuten zusammmen. *Welchen Stellenwert haben die Sportmedizin und die Physiotherapie ganz allgemein im Rennsport? Ich denke, der Stellenwert ist ebenso hoch wie in jedem anderen Leistungssport. Wir sprechen hier von Höchstbelastungen, gerade von der Konzentration und der Koordination her. Ich kann das wiederum jedoch nicht mit anderen Sportarten vergleichen, weil ich dort nie Spitze war. Welche Bedeutung spielt die richtige Ernährung? Auf was müssen Sie achten, wie sieht es z.B. mit richtigem Trinken aus?
Ich kann nur von mir sprechen, und ich achte sehr auf gute Ernährung, seit vielen Jahren. Das ist wichtig für körperliche und geistige Fitness, und beides wiederum ist wichtig für meinen Sport. Ich habe zum Beispiel vor einigen Jahren gemerkt, dass mein Mineralstoff- Haushalt nach intensivem Training häufig nicht mehr richtig ausbalanciert war. Das habe ich damals dadurch ausgleichen können, dass ich auf Rosbacher Mineralwasser umgestiegen bin, das über das ernährungsphysiologisch ideale 2:1-Verhältnis der so wichtigen Mineralien 1991 absolvierten Sie Ihr erstes Formel 1-Rennen. Wie haben sich Rennsport und Fahrer in den letzten 20 Jahren verändert? Der Sport hat sich – wie jeder Sport – enorm verändert. Gerade in der Formel 1, die von Veränderungen lebt, ist dies immanent. Man muss seinen Stil teilweise von Rennen zu Rennen verändern, weil neue Teile neue Fahrweisen bedingen können. Insofern ist das schwer zu beschreiben. Aber was mir aufgefallen ist in den drei Jahren, in denen ich nicht aktiv war: Die Geschwindigkeit ist durch die kleineren Heckflügel und vor allem durch die Reifen geringer geworden und die Autos sind generell etwas einfacher zu fahren als noch vor wenigen Jahren. Aber das wiederum ist ja das, was ich so mag: Man muss sich ständig überprüfen und korrigieren. Es wird nie langweilig. Die Formel 1-Saison 2010 endet am 14. November. Welcher Fahrer und welches Team werden dann auf Platz 1 stehen und wie werden Sie abschneiden? Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus? Ist nach 2012 für Sie endgültig Schluss? Gute Fragen, wäre klasse, wenn ich die alle beantworten könnte. Jetzt plane ich erst einmal für das nächste Rennen und die nächsten beiden Jahre. Es ist hinlänglich bekannt, dass Sie ein großer Fußballfan und sogar auch ein guter Fußballspieler sind. Wie weit wird Deutschland kommen und wer sind für Sie die Favoriten?
Ja, ich freue mich sehr auf die WM. Und ich hoffe natürlich, dass Deutschland weiterkommt, idealerweise bis ins Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die Zukunft! |
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