Kombinierte Stosswellentherapie
Das Ziel: schnell wieder die volle Sportfähigkeit herstellen
Sportverletzungen bzw. Überlastungsprobleme im Sport sind sehr häufig verursacht durch
Verhärtungen in der Muskulatur. Diese können den Sportler so stark einschränken, dass die
sportliche Betätigung sofort abgebrochen werden muss oder aber die Leistungsfähigkeit
deutlich eingeschränkt ist.
Ausserdem kann die Folge eines verhärteten Muskels bei weiterer Belastung auch eine strukturelle Schädigung im Sinne eines Muskelfaser- oder –bündelrisses sein, bzw. eine Sehnenläsion verursachen. Typische Probleme in dieser Art sind z.B. Verhärtungen in der Wadenmuskulatur bei Sprintsportarten, die dann zum Tennis-Leg oder einer Achillodynie führen können. Klassisch auch der muskulär verursachte Leistenschmerz, der im weiteren Verlauf zu einer Ostitis pubis am Ansatz der Adduktoren führen kann.
Gute und schnelle Erfolge
Bei der Betreuung von Sportlern der verschiedensten Sportarten, Leistungsklassen und Altersgruppen konnten nach differenzierter Diagnostik durch radiale (R-SW) und fokussierte Stosswellenbehandlung (F-SW) mit dem kombinierten Stosswellentherapiesystem DUOLITH® SD1 gute und überwiegend sehr schnelle Erfolge erzielt werden. Nach 3–4 Behandlungseinheiten war in den meisten Fällen die volle Sportfähigkeit wieder hergestellt. Zunächst erfolgte eine präzise Identifikation des betroffenen Muskels und Aufsuchen der verantwortlichen Triggerpunkte (dies geschieht manuell, z.T. durch Zuhilfenahme der F-SW). Dann wurden diese zunächst mit der fokussierten Stosswelle therapiert. Meist finden sich mehrere Triggerpunkte im schmerzhaften Muskel und es wurden im Schnitt 4–5 Triggerpunkte pro Therapieeinheit behandelt.
Die verwendeten Energiemengen betrugen zwischen 0,05 (Fussmuskulatur) – 0,25 (Glutäalregion) mJ/mm2 pro Impuls, je Triggerpunkt wurden ca. 200–500 Impulse appliziert. Abhängig vom Schmerzempfinden des Patienten und der Lokalisation des Triggerpunktes (z.B. bei Triggerpunkten des M. glutaeus minimus oder des M. gastrocnemius) wurde die Behandlung auch mit der R-SW durchgeführt. Hierbei kamen ca. 2000 Impulse mit 1,6–2,0 bar und einer Frequenz von 8–15 Hz zur Anwendung. Bei flächigeren Problemen, wie etwa Faszienverklebungen des schmerzhaften Muskels, wendeten wir bevorzugt die radiale Stosswelle an. In Anlehnung an die „spray und stretch“- Technik von Travell und Simons erfolgte anschliessend das Ausstreichen der Muskulatur mit einem grossflächigen Applikator-Aufsatz auf das radiale Handstück („D-ACTOR“). Dabei kam bei gleicher Intensität eine höhere Frequenz, meist 15 – 18 Hz, zum Einsatz. Anschliessend wurden die Behandlungen in der Regel mit Manualtherapie abgeschlossen, wobei der betroffene Muskel mit PIR (postisometrischer Relaxation) gedehnt oder eine zugrunde liegende Funktionsstörung, z.B. des SIG (Sakroiliakalgelenkes) oder des proximalen Fibulotibialgelenkes behoben wurde.
Bereits nach der ersten Anwendung wurde von fast allen Sportlern eine deutliche Reduktion der Schmerzsymptomatik berichtet und es war in der Regel auch ein verbesserter ROM (Range of Motion) der benachbarten Gelenke feststellbar. Bei Beschwerden im tendomuskulären Übergang oder Tendopathien wurde überwiegend die radiale Stosswelle verwendet. Hierbei kamen 2000 –3000 Impulse mit einer Intensität von 1,2–1,6 bar zur Anwendung. Auch hier waren nach 4–5 Behandlungen die Beschwerden rückläufig.
Rückblickend auf 7 Jahre Erfahrung und ca. 3500 Behandlungen an Sportlern hat sich die kombinierte Stosswellenbehandlung mit dem DUOLITH® SD1 in unserer Praxis auch zur schnellen Behandlung von Sportverletzungen und Sportüberlastungsproblemen sehr gut bewährt.
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