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Schwellungen als Folge von Gewebeentzündungen

Bei einer frischen Sportverletzung kommt zur Vermeidung unnötiger Schwellungen und folgender Gewebeentzündungen der möglichst schnellen „Kälteschock-Therapie“ z.B. mit Kohlendioxid-Gas eine besondere Bedeutung zu.

Der Schmerzkreislauf wird durchbrochen, gleichzeitig werden die Entwicklung von Entzündungshormonen reduziert und bei unserem Verfahren zusätzlich durch eine hohe Luftdruckeinwirkung eine lokale Lymphdrainage durchgeführt. Das von uns eingesetzte Kältegas-Therapiegerät (CRYOLIGHT) ermöglicht die exakte zeitliche Dosierung der Kälteanwendung wie auch die exakte Kontrolle der Hauttemperatur, die bei einer Hauttemperatur von – 3° C die Behandlung automatisch unterbricht. Die Vorteile dieser Anwendung liegen in einer sehr schnellen Linderung der Beschwerden sowie einer kurzen Behandlungsdauer und einer vielfältigen Einsetzbarkeit. In den vergangenen Monaten behandelten wir neben rheumatologischen Erkrankungen annähernd sämtliche akuten Sportverletzungen der peripheren Gelenke (Schultern, Ellenbogengelenke, Finger-, Knie- und Sprunggelenke) und der Muskulatur primär mit Kältegas.

Erfahrungsberichte

Ein Handballer mit reaktiver Myositis nach zu spät erstbehandeltem Bündelriß des M. vastus medialis wurde acht Tage täglich behandelt (Behandlungsdauer je 50 Sekunden). Nach vier Anwendungen stellte sich eine erste Schmerzlinderung ein. Nach acht Anwendungen war der Patient schmerzfrei. Nach einem Reitunfall wurde eine 43-jährige Frau mit massivem Hämatom, Muskelquetschungen am linken Knie und distraler Oberschenkelverletzung behandelt. Auch hier wurde die Kälteschock-Therapie ergänzend zur manuellen Lymphdrainage, zu Elektrotherapie und manueller Therapie eingesetzt. Nach acht Anwendungen wurde eine weitgehende Schmerzlinderung erreicht. Eine 29-jährige Radfahrerin kam nach einem Sturz mit schweren Quetschungen, Hämatomen, Bone Bruise und Kreuzbandläsion in die Praxis. Die Kälteschock-Therapie förderte das Abschwellen, linderte den Schmerz deutlich und machte es möglich, dass die Patientin früher als erwartet operiert werden konnte.

Fazit

Die Kälteschock-Therapie lindert den Schmerz, stoppt entzündliche Prozesse, durchbricht den Schmerzkreislauf und fördert den Heilungsprozess. Die körperliche Belastbarkeit der Patienten und Patientinnen kann deutlich früher erreicht werden. Selbstverständlich ist die Cryotherapie nur Teil eines sportorthopädischen Therapiekonzeptes, das ergänzend lokale entzündungshemmende und abschwellende Salbenanwendungen, Kompressionsverbände, stabilisierende Tapeverbände, lokale physikalische Therapie, Lymphdrainage, später krankengymnastische manuelle Therapie und gezielte Trainingstherapie beinhaltet.

Ausgabe MSN 1 / 2012

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 1 / 2012.
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