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Sport und Aminosäuren

Aminosäuren, der Garant für Leitung und Schutz vor Verletzungen

Eiweiße sind Grundbausteine aller ­Körperzellen. Sie steuern alle biochemischen Prozesse im Körper, sind die ­wichtigsten Struktur­elemente des Körpers, als Grundbaustein der Muskelfasern, als Ge­rüsteiweiß und Schutz­eiweiß der Knorpelsubstanz, der Knochen, Sehnen und der Haut.

Vielfältige Funktionen bei guter Versorgung mit hochwertigen Aminosäuren:
Wichtige Aufgaben beim Energiestoffwechsel
Synthese von Kreatinphosphat
Aufbau der Glykogenspeicher
Unterstützt die Verbrennung der Fettsäuren
Verbesserte mentale und muskuläre Regeneration
optimaler Schutz vor Verletzungen und Immunstabilisierung
optimaler Aufbau von bradytrophen Gewebsstrukturen

Unsere Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Aminosäure-Verbrauch für die körpereigene Kohlenhydratbildung (Gluconeogenese) deutlich größer ist als bisher vermutet wurde. Eine Schonung des Aminosäurenkontingents lässt sich

durch eine gute Grundlagenaus­dauer, dadurch gut trainierter Fettstoffwechsel
durch Kohlenhydrat-Aufnahme (40 bis 60 g pro Belastungsstunde)
durch Aminosäure-Versorgung (10- 15 g) pro Belastungsstunde erzielen.

Erhöhte Anfälligkeit der brady­trophen Bindegewebestrukturen bei hohen Belastungen

Wer kennt dieses Problem nicht. Die vielen leistungsorientierten Freizeitsportler verspüren vermehrte Beschwerden in der Achillessehne, in der Hüfte, im Knie etc. Dies können erste Anzeichen von schwach ausgebildeten Bindegewebsstrukturen sein, die bei hoher Belastung anfällig sind. Insbesondere sind vor allem gefährdete Bindegewebe betroffen wie:

Gelenkknorpel
Bänder und Sehnen
Gelenkkapsel
Zwischenwirbelscheiben

Unsere Untersuchungen haben sowohl bei leistungsorientierten Freizeitsportlern als auch bei Profisportlern gezeigt, dass gerade elementare Defizite im Bereich der bradytrophen gewebsaufbauenden Aminosäuren (Prolin, Gycin, Lysin, Arginin, Methionin und Cystein) vorliegen. Durch eine gezielte Ernährungsumstellung in Richtung kieselsäurehaltiger Lebensmittel und die erforderliche ergänzende Gabe einer qualitativ hochwertigen Aminosäurenmischung wie AMSport lassen im Vorfeld schon viele kleine Beschwerden vermeiden.
Die zeitliche Anpassung der unterschiedlichen Bindegewebsstrukturen insbesondere des Sehnen- und Bandapparates dauert länger als die eines Herz-Kreislauftrainings. Dies sollte auch bei der Trainingsplanung berücksichtigt werden.

Starke bradytrophe Bindegewebsstrukturen benötigen einen langfristigen Trainingsaufbau

Außer durch langfristigen Trainingsaufbau kann man sein Bindegewebe auch durch sinnvolle Ernährung unterstützen. Umso wichtiger sind ernährungsphysiologische Maßnahmen zur gezielten Unterstützung der hoch beanspruchten Bindegewebsstrukturen.
Bindegewebe-Strukturen bestehen aus Eiweißbestandteilen (kollagene Fasern) und einer Grundsubstanz aus den schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein.

Starke bradytrophe Bindegewebsstrukturen benötigen Kieselsäure

Die wichtigsten Nährstoffe für ein starkes Bindegewebe und damit starke Sehnen und Bänder sind Aminosäuren und eine kieselsäurehaltige Ernährung (z.?B. Vollkornprodukte, Ackerschachtelhalmextrakte etc.).
Kieselsäure enthält als zentralen Bestandteil Silicium. Silicium fördert die körpereigene Bildung der kollagenen Fasern und der Grundsubstanz. Außerdem sorgt Silicium für eine bessere Quervernetzung.
Neueste Untersuchungen zeigen auch die zunehmende Bedeutung hochwertiger Aminosäuren am Energiestoffwechsel in intensiven Trainings- und Wettkampfphasen.
Angesichts der Vielfalt an biologischen Funktionen ist es einleuchtend, dass im Stoffwechsel ständig das gesamte Aminosäure-Spektrum in ausreichender Menge zur Verfügung stehen muss. Dies ist nur gegeben, wenn regelmäßig über das Nahrungseiweiß Aminosäuren nachgeliefert werden, da ­körpereigene Aminosäuren ständig verbraucht bzw. zu Ammoniak abgebaut, danach in der Leber in Harnstoff und in dieser Form über die Nieren ausgeschieden werden. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass trotz ­optimalen Ernährungsverhaltens bei leistungsorientierten Freizeitsportlern und den Spitzensportlern körpereigene Eiweißstrukturen energetisch verbraucht werden und somit für die Regeneration und der Stabilität des bradytrophen Gewebes nicht mehr zur Verfügung stehen.
Unsere ersten Untersuchungen bei 1.150 Profisportlern und freizeitorientierten Leistungssportlern zeigen erhebliche Defizite im Bereich der Aminosäurenversorgung trotz ausgewogener Ernährung.

Nach detaillierter Ernährungsanalyse erhielten die Sportler praktische Empfehlungen zum Ausgleich der gemessenen Defizite bei den Aminosäuren. Trotz verbesserten Ernährungsverhaltens zeigte sich bei folgenden Untersuchungen keine ausreichende Auffüllung wichtiger Aminosäuren.
Die Sportler berichteten über vermehrt auftretende Beschwerden der Muskulatur und des Sehnen-Bandapparates in der Vorbereitungsphase und zum Saisonbeginn.
Die leistungsorientierten Freizeitsportler und Hochleistungs­sportler (n=368) nahmen dann in intensiven Trainingsphasen gezielt AMSport (je nach Ergebnis der Blutanalyse von 10?g bis zu jeweils 3 x 20 g) nach dem Training und abends zum Essen ein.
Allgemeine Aminosäuredosierungen unter 20?g zeigen nachweislich nach unseren Erfahrungen keinen wesentlichen Effekt. Die Sportler berichten über eine wesentlich bessere Regenerationsfähigkeit nach Trainingsbelastungen. Die vielfältigen Untersuchungsergebnisse des Immunsystems der Sportler zeigte eine hohe Stabilität im Vergleich zu der Gruppe von Sportlern, die keine hochwertigen Aminosäuren zugeführt haben. Die Beschwerdeproblematik des Sehnen- und Bandapparates war bei diesen Sportlern deutlich geringer.
Je höher die Trainingsumfänge, desto größer sind die Defizite im Bereich der qualitativ hochwertigen Aminosäuren (damit sind nicht nur die so genannten essentiellen Aminosäuren gemeint) mit deutlich zunehmender Verletzungsgefahr.

Zusammenhang des Aminosäurehaushalts und des Verletzungsrisiko

Die Sportler, die eine gute Aminosäurenversorgung aufweisen, zeigen deutlich geringere Verletzungen ohne Fremdeinwirkung. Die Analyse durch Oecotrophologen zeigen ein ausgewogenes Ernährungsverhalten und die positiven Auswirkungen einer gleichzeitigen gezielten Ergänzung durch qualitativ höherwertige Aminosäuren.
Nach neueren Untersuchungen verschiedener Wissenschaftler, hat der CO2-Anstieg u. a. zu einem Proteinverlust bis zu 20?% in den Pflanzen geführt und erklärt somit die häufig entstehenden Defizite bei sich gut ernährenden und intensiv Sporttreibenden Menschen.
Eine optimale Versorgung mit essentiellen aber auch mit bisher nicht essentiellen Aminosäuren reduzierte dass Verletzungsrisiko spürbar. Die Supplementierung der Sportler erfolgte ausschließlich mit AMSport.
Die von vielen Ernährungswissenschaftlern und Medizinern gegebene Empfehlung – neben einer Kieselsäurehaltigen Ernährung – gezieltes Molkeneiweißpulver zuzuführen, hat nachweislich bei 365 weiteren Sportlern durch die Gabe von 3 bis 4 Esslöffel zu keiner Auffüllung der Aminosäuren im Bluthaushalt geführt und lässt so keine Reduzierung der Verletzungsrisikos bei diesen Sportlern erkennen.

Ausblick

Mit Hilfe moderner MRT Aufnahmen werden wir mit unseren Partnern zukünftig versuchen, den Einfluss qualitativ hochwertiger Aminosäuren auf die verletzungsanfälligen bradytrophen Gewebsstrukturen bei Leistungssportlern im Detail zu analysieren.

Prof. Dr. Elmar Wienecke

Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Prof. Dr. Elmar Wienecke:

http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/9297

Stichwörter:
Protein Aminosäuren Sporternährung

Ausgabe MSN 1 / 2009

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 1 / 2009.
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