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Sportmedizin
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Außenbandverletzung am oberen Sprunggelenk
Außenbandverletzung am oberen SprunggelenkBasketball - Harte Landung
Die Außenbandverletzung am oberen Sprunggelenk stellt mit 32–56 % die häufigste Verletzung im Basketball dar. Direkt unter dem Korb finden häufig Wichtig zu wissen ist, dass eine Verletzung der Bänder am Sprunggelenk kein „Bagatelltrauma“ ist. Es ist davon auszugehen, dass 20–30 % der Bandverletzungen mit funktioneller oder mechanischer Instabilität ausheilen. Ein wichtiger Punkt ist, dass das Sprunggelenk nach einer Verletzung anfälliger für ein erneutes Trauma ist. Smith und Reischl berichteten 1986 über eine Rezidivrate von 80 % im Highschool-Basketball. Diagnostik Zunächst sollte die ausführliche Unfallanamnese erhoben werden. Neben dem genauen Verletzungsmechanismus und den Vorverletzungen ist auch die Situation, in der die Verletzung auftrat, interessant (Wettkampf oder Training, Gegnerkontakt, Orthesen usw.). Im nächsten Schritt erfolgt dann die klinische Untersuchung. Röntgen, Ultraschall, ggf. CT/MRT ergänzen die Untersuchung. Gehaltene Röntgenaufnahmen sind bei frischem Trauma obsolet. Therapie
Die Erstversorgung sollte sich am bekannten PECH-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagerung) orientieren. Anschließend sollte die ärztliche Vorstellung erfolgen. Wenn der oben angeführte Untersuchungsalgorithmus „nur“ Prävention von Sprunggelenksverletzungen Bei jeder Verletzung spielen sowohl intrinsische (körperbezogene) als auch extrinsische (außerhalb des Körpers gelegene) Faktoren eine Rolle. Zur Vermeidung von Verletzungen sollte eine Optimierung der Faktoren angestrebt werden. Intrinsische Faktoren
Z.B.: Alter, Geschlecht, Anthropometrie, anatomische Gegebenheiten, vorausgegangene Verletzungen, konditionelle und koordinative Fähigkeiten, Funktionsdefizite, sportartspezifische Technik, psychologische Faktoren, Einstellung, Extrinsische Faktoren Z.B.: Sportart, Körperkontakt, Regelwerk, Ausrüstung, Untergrund, Wetter, Trainingssteuerung. Externe Stabilisierungshilfen Sprunggelenksorthesen Die Orthesen lassen sich prinzipiell in Schnürbandagen, halbfeste Funktionssicherungsorthesen und feste Stabilisierungsorthesen einteilen. Entscheidende Kriterien einer guten Orthese sind: > ausreichende Stabilität und Reduktion des maximalen Umknickwinkels, > Verlangsamung der Umknickbewegung, um somit der muskulären Gegenreaktion ausreichend Zeit zu gewähren, > Ansprechen des propriozeptiven Systems als aktiver Verletzungsschutz, > subjektives Stabilitätsgefühl, > guter Tragekomfort, > möglichst geringe Beeinträchtigung der sportlichen Leistungsfähigkeit, > geringes Gewicht und Ausmaß (Tragbarkeit im Schuh), > Haltbarkeit, Waschbarkeit. +Tape/funktionelle Verbände* Neben den Orthesen sind funktionelle Tape-Verbände eine weitere Alternative. Durch das Tragen einer externen Stabilisation kann es zu einer geringen Reduktion der maximalen Sprintfähigkeit und Sprunghöhe kommen. Der Leistungsverlust mit Tape ist tendenziell etwas größer als der mit Orthese. Diese Einschränkung ist jedoch so gering, dass sie keinesfalls gegen das Tragen einer Orthese oder eines Tapes spricht. Bei funktionell instabilen Sprunggelenken scheint es aufgrund der besseren Stabilität und Propriozeption sogar zu einer Leistungsverbesserung zu kommen. Wir empfehlen daher vor allem im Profi- Basketball das Tragen einer externen Stabilisierung, um potenziellen Ausfallzeiten und langfristigen Folgeschäden entgegenwirken zu können. Sensomotorisches Training Durch sensomotorisches Training sollen die Wahrnehmung und die Verarbeitungsgeschwindigkeit von ankommenden und abgehenden Reizen verbessert werden (neuromuskuläre Aktivierung). Ziele des sensomotorischen Trainings sind also eine verbesserte Informationsaufnahme und -verarbeitung sowie die Umsetzung in eine zielgerichtete Bewegung, die eine optimale Bewegungsausführung ermöglicht. Wenn Strukturen verletzt sind, kommt es zu Defiziten bzw. Änderungen in der Propriozeption, es tritt eine verminderte neuromuskuläre Kontrolle auf, die zu Gelenkinstabilität und Rezidivverletzungen führt. Wichtig ist eine qualitaiv gute, konzentrierte Bewegungsausführung bei ausgeruhter Muskulatur. Es sollten immer beide Seiten gleich trainiert werden. 20 Wiederholungen bzw. 15 sek. bei statischen Übungen mit lohnender Pause. Steigerungsmöglichkeiten bieten sich durch Wechsel auf einen instabilen Untergrund, Schließen der Augen, Zusatzaufgaben oder Reize durch einen Partner. Als Trainingsgeräte haben sich Kreisel, Matten, Minitramp etc. bewährt. |
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