|
Sportslife
>
Lawinengefahr = Lebensgefahr
Lawinengefahr = LebensgefahrWintersport und seine Gefahren
Lawinen sind eine eindrückliche Naturgewalt und faszinieren die Menschen seit langer Zeit. Als Schutz für Siedlungen und Verkehrswege wurden im 20. Jahrhundert zunehmend feste Bauwerke wie Anrissverbauungen, Dämme oder Galerien eingesetzt. Während früher – z.B. im Lawinenwinter 1950/51 – Lawinenopfer vor allem in Gebäuden und auf Verkehrswegen zu beklagen waren, so sterben heute vorwiegend Personen in Lawinen, wenn sie sich in ihrer Freizeit in den Bergen bewegen und das Risiko in der Regel freiwillig eingehen. In den Alpen werden in jedem Winter rund 100 Lawinentote verzeichnet. Wie entstehen Lawinen?
Die gefährlichsten Lawinen sind die Schneebrettlawinen. Dabei löst sich eine ganze Tafel der Schneedecke und erreicht in wenigen Sekunden hohe Geschwindigkeiten. Verschiedene Faktoren müssen gegeben sein, damit sich eine Schneebrettlawine lösen kann:
3. Als „Initial-Zündung“ muss ein Auslöse-Faktor, wie beispielsweise eine SchneesportlerIn ins Spiel kommen. Aber auch die Sonne, Die Bildung von Schneebrettlawinen hängt stark von den Wetter- und Schneeverhältnissen ab und ist ein komplizierter Prozess, bei dem auch die ExpertInnen noch viele Fragen haben. Warum sind Lawinen gefährlich? Wer von einer Schneebrettlawine erfasst wird, hat kaum eine Möglichkeit zu entkommen. Einmal in der Gewallt der Schneemassen, wird der Handlungsspielraum klein und Versuche, sich festzuhalten, die Skier zu lösen oder sich eine Atemhöhle zu bewahren, enden oft erfolglos.
Folgende Ursachen führen bei Lawinenunfällen zum Tod (Daten aus der Schweiz von 1991 bis 1996): Die Überlebenschance bei einer Ganzverschüttung (Kopf unter dem Schnee) sinken sehr rasch und betragen im Durchschnitt nur 50%. Deshalb bedeutet Lawinengefahr immer Lebensgefahr. Wie kann ich trotzdem den Pulverschnee geniessen?
Neuste Studien zeigen, dass das Risiko bei Skitouren oder Variantenabfahrten nicht höher ist als beim Autofahren. Abfahrten in unberührtem Tiefschnee sind ein unbeschreibliches Erlebnis und können sehr grossen Genuss bereiten. Wichtig ist allerdings, dass jede SchneesportlerIn, die die gesicherten Skipisten verlässt, die Lawinengefahr ernst nimmt und die wichtigsten Spielregeln einhält. Diese werden am besten in Lawinenkursen oder von erfahren Personen erlernt. Die wichtigsten Regeln sind folgende: Denjenigen Lesern und Leserinnen, die diese Regeln zum ersten Mal hören, sich aber trotzdem ab und zu neben den gesicherten Skipisten bewegen, empfehle ich dringend eine Weiterbildung. Zu guter Letzt wünsche ich allen wunderbare Erlebnisse in der tiefverschneiten Bergwelt. |
Ausgabe MSN 1 / 2006Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download |


