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Trends & Highlights der Sportmedizin - Kongress DGSP 2009

ein Überblick

DGSP Kongress Sportmedizin 2009 in Ulm
Trends & Highlights im Bereich der Sportmedizin...

Der 41. Deutsche Sportärztekongress vom 24.-26. September ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Sportmedizin 2009. MedicalSportsNetwork war als Printausgabe in den Kongressmappen dabei und natürlich auch persönlich vor Ort, um sich ein Bild von den hochaktuellen Themen und Trends zu machen.

Wir möchten Ihnen in einer kurzen Übersicht die Themenschwerpunkte vorstellen und ohne Anspruch auf Vollständigkeit ausgewählte Ansätze aufzeigen. Weitere Informationen werden Sie in unserer nächsten Print-Ausgabe finden. Bei Fragen können Sie sich an sabok@succidia.de wenden.

- Doping und die Grenzen der Leistungsfähigkeit
In Bezug auf die Methoden, Analytik und Entwicklungstendenzen in der Dopingprävention forderte Prof. Dr. M. Thevis, dass moderne Instrumente und Analyseverfahren genutzt und entwickelt werden müssen, um eine verbreitete Anwendung (auch neuerer Substanzen) im Sport zu unterbinden. Dr. Y. O. Schumacher sah neue Ansätze in der Dopingbekämpfung, jenseits von Reagenzglas und Biochemie.

- Leistungsdiagnostik und Laktat
Neuigkeiten aus dem Bereich Spiroergometrie in der Sportmedizin und Leistungsdiagnostik zeigte Dr. B. Friedmann-Bette auf. Prof. Dr. N. Maassen stellte klar, dass viele Aussagen, die aus der Laktatkonzentration abgeleitet werden, nicht haltbar sind, aber dass als Mittel zur intraindividuellen Verlaufskontrolle eines Trainingsprozesses die Laktatkonzentration sehr gut geeignet ist.

- Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. M. Krüger-Franke ging auf die kontroverse Diskussion um Bandverletzungen am Sprunggelenk ein. Die Sportlerschulter wurde ebenfalls ausgiebig behandelt. So referierte Prof. Dr. A. Imhoff über Posterosuperiores Impingement (PSI) und PASTA-Läsion beim Überkopfspotler und Dr. P. Kasten setzte sich mit der Tendopathie der Sportlerschulter auseinander.

- Diabetes mellitus Typ 2
Interessante Ansätze lieferte Dr. R. Klare in seinem Vortrag über Interventionskonzepte für Bewegungsmangel im Vergleich zur Ernährung beim Diabetes mellitus Typ 2. Weitere Themen waren u.a. Inflammation, Nutritional Status, Body Composition and Physical Activity in Healthy Adolescents.

- Molecular biology of skeletal muscle
International ging es bei diesem Thema zu. GR. Adams von der University of California sprach über „The molecular response of skeletal muscle to training“. PM. Siu von der Hong Kong Polytechnic University referierte über „Nuclear Apoptosis in Muscular Sarcopenia“.

- Trendsportarten – Marathon
Immer mehr Menschen nehmen an Marathonveranstaltungen teil. Aber ist solch ein Lauf überhaupt gesund oder eher schädlich? Vielleicht sogar gefährlich? Trotz hoher kardialer Belastung, ist laut Dr. J. Scharhag nicht von einer Schädigung eines gesunden Herzens durch einen Marathonlauf auszugehen. Dr. F. Mayer ging der Frage nach, ob Marathonlaufen dem Stütz- und Bewegungsapparat schadet.

- Prävention und Krafttraining
Dr. C. Graf blickte auf Studien zum Thema „Kardiovaskuläre Prävention im Kindesalter“. Referate über Krafttraining bei verschiedenen Voraussetzungen (Herzkrankheiten, Kachexie und Diabetes) gaben interessante Einblicke in den Bereich Krafttraining.
- Kardiologie
Prof. Dr. U. Lauf klärte auf über den Einfluss körperlicher Aktivität auf molekulare Mechanismen des Herz-Kreislauf-Systems. S. Petersen von der University of Oxford refererierte über Kardio-MRT bei Sportlern.

Und was ist uns sonst noch aufgefallen?
Wir haben weitere Trends entdeckt, die in Zukunft definitiv an Bedeutung gewinnen werden. So spielt die Schmerztherapie eine immer stärkerer Rolle. Neue Verfahren zur Kältetherapie bieten enormes Potenzial für Ärzte und Sportler. Den Themen Arthrose und Diabetes wurden zurecht viel Platz eingeräumt und auch Kinder und Jugendliche wurden thematisch behandelt. Interessant erschien uns auch, dass der Trend zu sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen geht und langsam auch die Kassen mitziehen. Ganz nach unserem Motto „YES I CHECK“.

Neben alledem ist uns aber auch aufgefallen, dass das Thema Sporternährung fast komplett ausgeblendet wurde. Wieso bleibt ungeklärt und fraglich, denn Ernährungsfragen sollten gerade auch für Sportmediziner von entscheidender Bedeutung sein. Zu lange wurde diese Basis für das körperliche Wohlbefinden schon vernachlässigt.

In den nächsten Print-Ausgaben der MedicalSportsNetwork werden wir Ihnen ausgewählte Beiträge von renommierten Autoren, die auf dem Kongress referiert haben, liefern. Verpassen Sie nicht den Anschluss, die Entwicklung ist rasend schnell!

Ausgabe MSN 6 / 2009

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 6 / 2009.
Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download

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