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Vollendoskopische Operationen der Wirbelsäule - Bandscheibenvorfall
Vollendoskopische Operationen der Wirbelsäule - BandscheibenvorfallBandscheinvorfall und SpinalkanalstenoseIn der Therapie von Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen kann bei Versagen konservativer Maßnahmen, exazerbierten Schmerzzuständen oder neurologischen Defiziten eine Operation notwendig werden. Trotz guter Ergebnisse konventioneller Operationen können durch Traumatisierung konsekutive Probleme auftreten. Daher ist es wichtig, diese Verfahren kontinuierlich zu optimieren. Hierbei ist als Ziel unter Berücksichtigung bestehender Qualitätsstandards die Minimierung operationsinduzierter Traumatisierung und negativer Langzeitfolgen anzustreben. Aktuellen Forschungsergebnissen und technischen Neuerungen muss sich kritisch gestellt werden, um beste Behandlungsstrategien zu ermöglichen.
Minimalinvasive Techniken können Gewebeschädigungen und deren Folgen reduzieren. Endoskopische Operationen unter kontinuierlichem Flüssigkeitsstrom haben sich in vielen Bereichen zum Standard erhoben. Das häufigste vollendoskopische Verfahren im Bereich der Lendenwirbelsäule war und ist die trans- oder extraforaminale Operation mit posterolateralem Zugang und vornehmlich intradiskalem oder foraminalem Arbeitsbereich. Hierbei können Probleme bei der Operation von Pathologien innerhalb des Spinalkanals bestehen. Die Entwicklung des lateralen transforaminalen Zuganges ermöglicht das suffizientere Erreichen des Spinalkanals unter direkter und kontinuierlicher Visualisierung. Dennoch können der Durchmesser des Foramens, der Pedikel und der austretende Nerv die Mobilität und damit die Indikationen einschränken. Zusätzlich kann das Becken in den unteren Etagen den Zugang verhindern. Daher wurde der vollendoskopische interlaminäre Zugang entwickelt, der die Operation von transforaminal technisch inoperablen Pathologien ermöglicht. Grundsätzlich weist das transforaminale Vorgehen gegenüber dem interlaminären mehr Einschränkungen auf, zeigt aber gleichzeitig die beste Gewebeschonung. Aufgrund der anatomischen und pathologischen Gegebenheiten liegt das prozentuale Verhältnis von lateral transforaminalem zu interlaminärem Vorgehen bei zirka 30 zu 70. Der posterolaterale transforaminale Zugang kommt nur noch bei intradiskalem Vorgehen zum Einsatz. |
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