21.05.2012 17:18 - Über uns - Impressum & Kontakt - succidia AG - Partner
"Prävention ? Bei uns funktioniert das nicht !"

"Prävention ? Bei uns funktioniert das nicht !"

Einsatz niederschwelliger Informationen im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Die zunehmend angespannte Situation in der Wirtschaft führt neben den durch die Medien bereits benannten Problematiken auch zu einer steigenden Belastung für die Mitarbeiter eines Unternehmens. Der Prävention kommt hier eine bedeutende Aufgabe zu. Für den Arbeitgeber führt die Erkenntnis darüber, dass das höchste Gut eines Unternehmens seine Mitarbeiter sind, zum nächsten Schritt, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

BGM darf nicht als Zwang, sondern muss als Leistung für den Mitarbeiter wahrgenommen werden. Hier empfiehlt sich eine neue Methodik – der Einsatz und Transfer niederschwelliger Informationen. Niederschwellige Informationen sind gesundheitsrelevante Informationen, die in den Alltag und die Arbeitsplatzumgebung des Mitarbeiters eingebunden werden. Neuartige Softwarelösungen, die auf dem Computer des Mitarbeiters oder auf Terminals installiert werden, bieten hier außergewöhnliche Möglichkeiten,
niederschwellige Informationen variabel und individuell auf das Unternehmen abgestimmt zu vermitteln. Das Beispiel rememberFit der Firma beyondSoft verdeutlicht dies sehr gut.
In frei wählbaren Zeitintervallen werden gesundheitsrelevante Information in Form eines kleinen erscheinenden Fensters (Gadget) angeboten. Diese Informationen umfassen die drei Säulen der Gesundheit: Bewegung, Ernährung und Psyche. Durch die vielfältige Adaptierbarkeit des Programms sowie die wissenschaftlich fundierten Inhalte, grenzt sich diese neue Lösung von den bekannten Softwarelösungen, wie zum Beispiel Moving, Fit am PC, Fit in 60?sec. oder aber dem bekannten Bildschirmschoner „Paul“ des Bundesgesundheitsministeriums, vollkommen ab und stellt eine eigene Produktkategorie – ein adaptierbares Health Management Tool – dar. Während gängige Softwarelösungen eher dem Bereich der hinlänglich bekannt wirkungslosen Einzelinterventionen zugeordnet werden müssen, beginnt mit dem Einsatz dieser niederschwelligen Informationen der Einstieg in ein ganzheitliches und erfolgreiches Gesundheitsmanagement. Entscheidender Vorteil ist die Adaptierbarkeit des Systems und die Möglichkeit, die Themenauswahl gezielt zu beeinflussen. Der Anwender wird von einem passiven Informationsaufnehmer direkt zum aktiven Benutzer.
Der Vorteil des Einsatzes dieser niederschwelligen Informationen liegt auf der Hand. Neben dem Hauptziel, der Sensibilisierung des Teilnehmers für sein gesundheitliches Wohl, wird die Motivation Gesundheitsförderung zu betreiben gestärkt. Dies führt gemeinsam mit der variablen und individuellen Adaptation des Systems zu einer signifikant verbesserten Ansprache des Teilnehmers. Die Konsequenzen daraus zeigen sich in einer positiven Festigung, Verbesserung oder Veränderung der Compliance (Bereitschaft zur Mitarbeit) und des Commitments (Identifikation mit dem BGM und dem Unternehmen) des einzelnen Teilnehmers. Darüber hinaus lässt sich mit diesem ersten und einfach umzusetzenden Schritt in ein erfolgreiches und ganzheitliches BGM auch die Kernproblematik der finanziellen Ressourcen effektiv bearbeiten. Da die Methodik der niederschwelligen Informationen äußert preiswert einsetzbar ist und als primäres Ziel die Compliance und das Commitment beeinflusst, stellt sich gegenüber den bekannten Kommunikationswegen und Marketinginterventionen ein bedeutender Vorsprung, bezogen auf die Qualität und Quantität heraus.
Grundsätzlich gilt allerdings auch für den Einsatz niederschwelliger Informationen, dass diese lediglich einen Teil des BGM darstellen. Sie erleichtern und bereichern das BGM bei seiner Etablierung und Durchführung und stellen einen äußerst rentablen Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung von BGM-Maßnahmen dar, können es aber nicht ersetzen. Daher gilt für die erfolgreiche Implementierung von niederschwelligen Informationen, dass in der Folge weitergehende BGM-Maßnahmen angeboten werden sollen. Die Planung und Etablierung dieser Maßnahmen sollte von einem Experten begleitet und in Absprache mit allen Beteiligten des Unternehmens, zum Beispiel in einem Arbeitskreis Gesundheit, vorgenommen werden. Für die finanzielle Unterstützung bei der Etablierung und Umsetzung von BGM-Maßnahmen, empfiehlt es sich, je nach Unternehmensgröße und Ziel nicht den direkten Weg zu einem Kostenträger zu suchen, sondern über den jeweiligen Berater mit entsprechender Expertise einen gemeinsamen Gesundheitsplan zu erstellen. Im Anschluss daran sollten gemeinsam Gespräche mit Kostenträgern und Leistungserbringern geführt werden.

Bastian Schmidtbleicher

Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Bastian Schmidtbleicher:

http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/4885

Ausgabe MSN 2 / 2009

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 2 / 2009.
Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download

Der Autor:

Weitere Artikel online lesen