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Läufer und die Wirbelsäule
Läufer und die Wirbelsäule
Läufer hören zur Problematik Wirbelsäule üblicherweise zwei stereotype Aussagen: Als Läufer denkt man sich da meist: Ich bin gesund – was sollen schon für Probleme auftreten? Und viele Menschen, die durch häufiges Arbeiten im Sitzen (z.B. am PC) an verspannter Rückenmuskulatur leiden, können ihre Beschwerden durch ein Lauftraining bessern oder beseitigen. Bewegung ist grundsätzlich das Beste, was man dem Rücken bieten kann. Stauchungen, schädliche Rotationsbewegungen und Überstreckungen der Wirbelsäule bleiben beim langsamen Laufen aus, sodass es zu einer Förderung der Bandscheibenernährung und positiven Anpassungen sowohl des aktiven als auch des passiven Bewegungsapparates kommt. Allerdings ist es auch wieder so, dass 15–20 % aller Läufer angeben, beim oder nach dem Laufen Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule zu haben. Häufig verkanten bei einer plötzlichen Dreh- oder Beugebewegung kleine Wirbelgelenke und schon wird die Muskulatur hart. Gleichzeitig werden dabei die zahlreich von der Wirbelsäule ausgehenden Nerven schmerzhaft gereizt. Auch der so genannte Hexenschuss ist meist nichts anderes als eine sehr plötzlich einsetzende Muskelverhärtung, die durch eine „falsche Bewegung“ ausgelöst wird. Hohe Beanspruchungen
Untersuchungen haben gezeigt, dass nahezu alle dieser Läufer entweder eine unterentwickelte Rumpfmuskulatur hatten oder aber ausgeprägte muskuläre Dysbalancen (z.B. eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur bei einer sehr Starke Rumpfmuskulatur
Wer nur läuft, spricht auch nur ganz bestimmte Muskelgruppen an. Die Bauch- und Rückenmuskulatur wird meist vernachlässigt. Kräftigungsübungen und Stretching auch von Hüft-, Bauch- und Rückenmuskulatur sollten deshalb zum Standardprogramm eines jeden Läufers gehören und mehrmals pro Woche durchgeführt werden. Die Kunst ist hier, die tief liegende, wirbelsäulennahe Muskulatur zu erreichen und nicht die oberflächlich liegenden Muskelgruppen, welche die großen Körperbewegungen durchführen. Denn es ist die tiefe Muskulatur, die für die Stabilisation der Wirbelsäule verantwortlich ist. Einen weiteren positiven Aspekt einer starken Rumpfmuskulatur stellt die Verbesserung der sportlichen Leistung dar. Diese resultiert aus einer stabilen Laufhaltung, die erst einen ökonomischen Laufstiel ermöglicht. Um die von den Beinen entwickelten Impulse bzw. Kräfte möglichst trägheitsfrei in Bewegung umsetzen zu können, muss der Rumpf stabil über der Abstützfläche z.B. des Fußes gehalten werden. Wird der Rumpf zu weit nach vorn, hinten oder zur Seite geneigt, kommt es im Extremfall zum Sturz, in jedem Fall aber zu einer verzögerten Bewegung, d. h. zu einer verminderten Leistung. Die für diese Rumpfhaltung erforderliche Stabilität garantiert nicht nur das Knochenskelett, sondern im gleichen Ausmaß auch die Muskulatur, die die Wirbelsäule gegen das Becken und den Schultergürtel verspannt. Dabei spielen die Rücken- und die Bauchmuskulatur die Hauptrollen. Somit sind zwei herausragende Vorteile einer starken wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur im Laufsport bekannt: Prävention von Rückenbeschwerden sowie eine Verbesserung der sportlichen Leistung. Die Kräftigungsübungen müssen konsequent in das Trainingsprogramm eingebaut und sollten zwei- bis dreimal pro Woche, jeweils 10 bis 20 Minuten lang, durchgeführt werden. Ich empfehle immer, die Übungen im Anschluss an lockere, nicht zu lange Läufe durchzuführen, |
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