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Triathlon - Interview mit Nicola Spirig
Triathlon - Interview mit Nicola SpirigMedicalSportsNetwork spricht mit der Zürcher Triathletin Nicola Spirig. Im Testwettkampf für die Olympischen Spiele 2008 in Peking hat sie den 7. Platz belegt. Triathlon erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit. Woran mag das liegen? Was waren Ihre Beweggründe gleich drei Disziplinen professionell zu betreiben?
Triathlon ist mit den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen ein Volkssport, die Sportarten kann praktisch jeder ausüben, die meisten Leute, zumindest in den westlichen Ländern, lernen sie schon als Kinder. Alle drei Disziplinen zusammen auszuüben ist eine gewisse Herausforderung, die aber durch die möglichen kurzen Distanzen jeder bewältigen kann. Zudem ist Triathlon eine junge Trendsportart, die Jugendliche gerne ausüben, die man als Ausdauersport aber auch bis ins hohe Alter betreiben kann. Ideal für jeden also. Welche drei Eigenschaften muss ein Triathlet haben, um erfolgreich zu sein? Er muss Freude haben am Ausdauersport, am Sport treiben, in der Natur sein und er sollte über Talent, Durchhaltewillen und Disziplin verfügen. Wo sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen? Gibt es Nachteile für Frauen in dieser Sportart? Meine Stärken sind meine Motivation und mein Wille. Von den Disziplinen her das Laufen und das Radfahren. Das Schwimmen war immer meine Schwäche. Frauen haben meiner Meinung nach keine Nachteile im Triathlon. Wie sieht ein typischer Trainingstag in dieser Sportart aus bzw. haben Sie spezielle oder gar unkonventionelle (eventuell auch mentale) Trainingsmethoden? Einen speziellen Trainingstag gibt es aufgrund der drei Sportarten und der vielen Trainingsmöglichkeiten nicht. Neben den drei Disziplinen kommen je nach Zeitpunkt auch noch z. B. Krafttraining, Training für die Atemmuskulatur mit dem SpiroTiger etc. dazu. Jeder Tag sieht anders aus, da ich nicht jeden Tag alle Disziplinen ausübe, sondern Schwerpunkte setze. Beschreiben Sie bitte die Verletzungsrisiken Ihrer Sportart. Wie kann dem vorgebeugt werden? Was waren Ihre schlimmsten Probleme und Verletzungen?
Die meisten Trainingsverletzungen kommen vom Lauftraining. Hier ist eine Überbelastung von Muskeln und Sehnen am häufigsten. Beim Radfahren sind Stürze und ihre Folgen nicht auszuschließen. Ist eine komplette medizinische Betreuung in der Vorbereitungs- und Wettkampfphase unabdingbar? Die Frage ist zunächst was komplett heißt. Für mich sind regelmäßige Massagen sehr wertvoll. Daneben haben wir Athleten vom Nationalteam jedes Jahr vor der Wettkampfphase von den Verbandsärzten einen Generalcheck der wichtigsten Dinge. Dazu kommen viermal jährlich Blutentnahmen, um Eisen, Calcium usw. zu prüfen. Dies reicht für mich als medizinische Betreuung, solange ich keine Beschwerden habe. 2007 war ein erfolgreiches Jahr für Sie, unter anderem haben Sie die Bronzemedaille bei der EM in Kopenhagen gewonnen. Das schreit förmlich nach Fortsetzung bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Was für Ziele haben Sie sich vorgenommen? Wenn alles nach Plan verläuft, setze ich mir ein hohes Ziel, den Gewinn einer Olympiamedaille. Kann man vom Triathlon leben oder haben Sie neben dem Sport ein zweites Standbein? Ich kann dank der Unterstützung durch meine großzügigen Sponsoren, durch Swiss Olympic/Swiss Triathlon und dem Gewinn von Preisgeldern meinen Lebensunterhalt gut finanzieren. Neben dem Job als Triathletin bin ich Studentin. Wie sehen Sie selbst ihre Zukunft und welche Pläne haben Sie? Ich möchte mich bis zu den Olympischen Spielen 2008 voll auf den Triathlon konzentrieren. Danach möchte ich mich wieder mehr dem Studium widmen und den Schwerpunkt auf meine Abschlussprüfungen in Rechtswissenschaften legen. Es ist aber durchaus denkbar, dass ich noch vier weitere Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2012 Triathlon betreibe. |
Ausgabe MSN 4 / 2007Weitere Artikel online lesen |



