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Golf: Der richtige Schwung
Golf: Der richtige Schwung
Nach Erhebungen der Bertelsmann- Stiftung leiden 80 % der Golfspieler unter Rückenbeschwerden. Nicht erfasst wurden die Golfer, die unter Beschwerden im Hüft-, Knie- oder Sprunggelenk leiden. Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass Kinder und Jugendliche in dieser Studie nicht berücksichtigt wurden. Daher ist eine ganzheitliche Betrachtung des Golfschwungs aus funktioneller orthopädischer
In Deutschland beginnen ca. 60.000 Menschen pro Jahr mit dem Golfsport. Doch 40.000 hören auch wieder auf. In den Diagnostik unabhängig vom Golfschwung Für das optimale Treffmoment beim Golfschwung ist eine gerade Körperhaltung im normalen Stand eine zwingende Voraussetzung. So sollte, beginnend mit den Füßen, eine gleichmäßige Belastung beider Füße und eine normale Gewichtsverteilung zwischen Vor- und Rückfuß gegeben sein. Das Becken sollte einen Beckengleichstand aufweisen. Das Iliosacralgelek ist idealerweise nicht blockiert. Die Wirbelsäule sollte weder eine erhöhte Lot- oder Seitabweichung und/ oder Torsion aufweisen. Die Occlusion und das Kiefergelenk dürfen die Kopfhaltung bzw. den Tonus der Nackenmuskulatur nicht negativ beeinflussen. Sollten die normale Fußstellung und Körperhaltung nicht gegeben sein, so lassen sich durch die lichtoptrimetrische Haltungsvermessung oder eine Standund Ganganalyse mittels Fußmessplattform pathologische Veränderungen objektivieren. Durch manuelle Untersuchungstechniken wie den Muskelfunktionstest nach Prof. Omura lassen sich funktionelle Störungen des sensomotorischen Regelkreises erkennen und der Patient wird, falls notwendig, dem zuständigen Facharzt zur weiteren Diagnostik überwiesen. Auch funktionelle Störungen der Muskelketten lassen sich manuell nachweisen und mit einer weiterführenden Diagnostik abklären. Bei muskulären Dysbalancen kommen dann z.B. ein Elektromyogramm oder isometrische Kraftmessungen im Seitenvergleich zum Einsatz. Die häufigsten Ursachen einer Störung im sensomotorischen Regelkreis stellen Störungen der Fußfunktion und/oder des Kauapparates dar. Fußfunktionsstörungen durch Knick-Senk- oder Senk-Spreizfüße lassen sich z.B. mit Übungen nach Spiraldynamik oder mit proprioceptiven Einlagen aktiv korrigieren. Störungen des Bisses oder Dysfunktionen des Kiefergelenkes können mit einer Schienentherapie behandelt werden. Störungen des binoccularen Sehens können z.B. durch gezieltes Sehtraining oder spezielle Brillengläser verbessert werden. Analyse des klassischen Golfschwungs und Free-Release-Methode
Eine normale Körperhaltung und eine Bewegungstechnik, die sich im Rahmen der physiologischen Ausmaße der Gelenkbeweglichkeiten hält, sollten die Basis eines optimalen Golfschwungs bilden. Von diesem Idealbild ist der Golfschwung, wie ihn Mitte des vergangenen Jahrhunderts Ben Hogan beschrieben hat und wie er seitdem in seinen Hauptfunktionen praktisch unverändert bis heute gelehrt und praktiziert wird, weit entfernt. So kommt es bei der Ausführung des Golfschwungs nach klassischer Bewegungstechnik in der Schwungphase nach dem Ballkontakt durch die Körperrotation des Spielers in Zielrichtung zu hohen Torsionsbelastungen des Bewegungsapparates. Diese Torsionsbelastungen sind hauptursächlich für typisch golfinduzierte orthopädische Beschwerdebilder, wie sie insbesondere im Bereich der Lendenwirbelsäule und in der Gelenkkette Hüfte-Knie-Sprunggelenk des Führungsbeins (beim Rechtshänder linkes Bein) häufig diagnostiziert werden. Die Entstehung dieser unphysiologischen Gelenkstorsionen ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass Golfschuhe mit Spikes versehen sind, die zur sicheren Platzbegehung zwar notwendig sind, bei der Ausübung des Golfschwungs aber eine orthopädisch ungünstige statische Verankerung der Fußund Unterschenkelpartie gegenüber den oberen Körperpartien bewirken. Da der so fixierte Fuß im Schwungverlauf nicht zur Zielrichtung mitrotieren kann, kommt es zu Verdrehungen der Gelenkstrukturen in Sprung-, Knie- und Hüftgelenk sowie der LWS, sobald die Hüft- und Oberkörperpartie nach dem Balltreffpunkt eine Rotation von 90 Grad und mehr durchlaufen und hierbei den Oberschenkel in Zielrichtung mitdrehen. Wie aber sollte ein optimaler Golfschwung aussehen?
Zuallererst sollte sich ein optimaler Golfschwung dadurch auszeichnen, dass Bewegungsabläufe, die kurz- oder mittelfristig zu den beschriebenen orthopädischen Schädigungen oder Schmerzen führen, so gut wie nur möglich vermieden werden. Da das Golfspiel aber vor allem Spaß und Erfolgsgefühle vermitteln soll, darf der orthopädisch ideale Golfschwung nicht zulasten der Performance gehen, sondern sollte eher noch eine Verbesserung der Leistung bewirken. Aus biomechanischen Gründen war diese „Quadratur des Kreises“ – die Vereinigung von Gesundheitsschutz und Performancesteigerung – bislang nicht erreichbar. Mit einer neuen biomechanischen Schwungkonzeption namens „Free-Release“ wird es nun aber erstmals möglich, die beim Golfschwung auf die Gelenkstrukturen einwirkenden Torsionsbelastungen fast vollständig zu neutralisieren, ohne die Schwungperformance negativ zu beeinträchtigen. Erreicht wird dies durch einen neuartigen Golfschuh, der mit einer Drehsohlenmechanik ausgestattet ist und damit einen Golfschwung ohne unphysiologische Gelenkstorsionen erlaubt. Fazit Aus sportmedizinischer Sicht sollte jeder Golfer aus Gründen der Gesundheitsvorbeugung und des Verletzungsschutzes auf das Free-Release-System zurückgreifen. Dies gilt im besonderen Maße für Kinder und Jugendliche, deren fragile Gelenkstrukturen während der Wachstumsphase besonders geschützt werden müssen. |
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