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Auf die Teller fertig los!
Auf die Teller fertig los!Dr. Andrea Lambeck über richtige Zutaten für Freizeitsportler und ProfisObwohl der Stellenwert der Sportlerernährung immer wieder unterstrichen wird, bringen sich viele Sportler durch „Verzehrunfälle“ um die verdienten Lorbeeren wochenlanger Vorbereitung.
Gerade Freizeitsportler achten oft nicht genug auf die richtige Ernährung. Mögliche Folgen können Leistungseinbußen durch frühzeitiges Ermüden, Konzentrations- und Koordinationsschwäche sowie Muskelkrämpfe und Verdauungsprobleme sein. Ziel der bedarfsgerechten Sportlerernährung ist es, diese Probleme so weit wie möglich zu minimieren, das Leistungsniveau zu erhöhen sowie eine allgemein bessere Befindlichkeit zu erreichen. Leistungssportler und auch Freizeitsportler supplementieren Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Einige ergänzen zusätzlich auch Makronährstoffe z.?B. in Form von Energieriegeln oder Eiweißdrinks. Unüberlegte Supplementierung birgt allerdings auch Risiken. So kann durch eine chronische, hoch dosierte Einzelaufnahme eines Mineralstoffs eine Dysbalance entstehen, indem dadurch z. B. die Resorption eines anderen Mineralstoffs verschlechtert wird.
Wer Sport treibt, kennt auch nächtliche Krämpfe. Ursache hierfür kann Magnesiummangel sein. Die Einnahme hoch dosierter Magnesiumpräparate über einen längerfristigen Zeitraum ist ohne ärztliche Kontrolle nicht empfehlenswert. Denn wird nur die Magnesiumzufuhr erhöht, kann die Calciumversorgung nachteilig beeinflusst werden. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Geeignet sind Lebensmittel oder Mineralwässer, die sowohl für Magnesium als auch für Calcium eine hohe Nährstoffdichte aufweisen, z. B. Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte. Darüber hinaus wirkt Milchzucker positiv auf den Magnesium-Haushalt; er erhöht die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut, sodass mehr Calcium und Magnesium resorbiert werden. Milchzucker kommt in Milch und Milchprodukten vor, kann aber auch zusätzlich als Pulver mit bis zu 3 Esslöffeln täglich Getränken und Speisen beigefügt werden. Vitamine des B-Komplexes – die Aktivatoren des Sportlers Das sind Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Pyridoxin (B6) und Cobalamin (B12). Thiamin hilft bei der Energiegewinnung durch den Abbau von Kohlenhydraten. Riboflavin ist verantwortlich für die Energiebereitstellung aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten. Vitamin B6 ist für den Eiweißstoffwechsel und damit auch für den Muskelaufbau unerlässlich. Vitamin B12 ist an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt und damit für das sportliche Leistungsvermögen sehr wichtig sind. Es ist übrigens nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft enthalten. Schon eine geringe Unterversorgung kann zu Muskelschwäche, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeit und Leistungseinbußen führen. Mit dem täglichen Essen und Trinken sollte deshalb auf eine ausreichende Versorgung mit allen Vitaminen des B-Komplexes geachtet werden. Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Schweinefleisch und Rindfleisch sowie grünes Blattgemüse. Vitamin C – das saure Powerpaket Vitamin C ist an vielen wichtigen Funktionen des Stoffwechsels beteiligt. So wirkt es als Antioxidans, hilft bei der Förderung der Eisenresorption oder der Synthese von Neurotransmittern. Eine Unterversorgung macht sich bemerkbar durch schnelle Ermüdung, Schlappheit und Leistungsabfall. Dies lässt sich leicht vermeiden, denn Vitamin C ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Reich an Ascorbinsäure sind z. B. Rosenkohl, Brokkoli, Fenchel und Erdbeeren. Fette und Öle
Sie sind für die Versorgung des Körpers mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K wichtig und haben Funktionen im Stoffwechsel. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren fördern die Immunkompetenz. Doch wie immer kommt es auf die richtige Mischung an: Nach den neuen Empfehlungen sollte das Verhältnis von Linolsäure (n-6-Fettsäure) zu ?-Linolensäure (n-3-Fettsäure) 5:1 betragen. Das Fettsäurespektrum von Rapsöl entspricht in geradezu idealer Weise diesen Empfehlungen. |
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