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Basketball - Interview mit Dirk Nowitzki
Basketball - Interview mit Dirk Nowitzki
Dirk Nowitzki gehört zu den erfolgreichsten Sportlern Deutschlands und spielt seit 1998 in der US-Basketball- Profiliga NBA bei den Dallas Mavericks. Dort hat er sich zu einem absoluten Führungsspieler entwickelt und bekam in der Saison
2006/07 als erster Europäer den NBA Most Valuable Player Award (MVP) für den wertvollsten Spieler der Saison. Neben seiner Vereinskarriere besticht Nowitzki auch regelmäßig im Dress des Deutschen Basketball Bundes (DBB) mit einer herausragenden Leistung und führte die deutsche Nationalmannschaft 2002 zu WM-Bronze und 2005 zu EM-Silber. 2010 verlängerte er seinen Vertrag in Dallas um weitere vier Jahre, wobei er auf knapp 16 Millionen US-Dollar verzichtete. Als Gegenleistung wurde vonseiten der Mavericks zugesichert, dass das eingesparte Geld für Neuzugänge verwendet wird, die dem Team beim Titelkampf helfen sollen. Trotzdem ist der Basketballer auch weiterhin der derzeit bestbezahlteste deutsche Sportler. MedicalSportsNetwork
sprach mit dem „German Wunderkind“ kurz nach Unterzeichnung des neuen Vertrags, der ihm mehr als 80 Millionen Dollar in vier Jahren einbringt.
Dirk Nowitzki, Sie spielen seit 12 Jahren in der NBA und gehören bei den Dallas Maveriks zu den stärksten Spielern. Wie haben Sie es als Deutscher Basketballer so weit geschafft und welche Grundvoraussetzungen muss man mitbringen, um Chancen auf eine Profikarriere zu haben?
Es gehören Talent, Fleiß und eine Portion Glück dazu. Ich arbeite immer daran, mich zu verbessern und habe mit Holger Geschwindner einen perfekten Individualcoach gefunden. Es hilft, wenn man groß und athletisch ist. Man muss bereit sein, hart an sich zu arbeiten. Immer mehr Europäer schaffen den Sprung in die NBA. Auch bei den letzten Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften hat man gesehen, dass die USA nicht mehr die dominante Rolle der Vergangenheit innehaben.
Wo liegen die Hauptunterschiede zwischen der NBA und der deutschen Bundesliga?
Die Trainingsbedingungen in der NBA sind sehr professionell. Wir haben neben dem head coach auch Individualtrainer, die mit den Spielern einzeln arbeiten. Wir werden in Dallas medizinisch sehr gut betreut, haben zwei Mannschaftsärzte und einen Physiotherapeuten, der immer mit uns reist. Aber auch bei der deutschen Nationalmannschaft habe ich die gleiche Erfahrung gemacht. Wir haben hervorragenden Physiotherapeuten dabei, die auch auf dem Gebiet der Osteopathie fit sind.
Wer wie Sie seit 12 Jahren in der NBA spielt, muss von seinem Körper einiges abverlangen. Wie schaffen Sie es, immer auf den Punkt fit zu sein, wenn Sie beinahe jeden zweiten Tag ein Spiel haben?
Ich bin zum Glück in meiner Karriere von schwer wiegenden Verletzungen verschont geblieben. Dem Körper wird alles abverlangt und die vergangenen Höchstleistungen sind nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Ich achte sehr auf meine Ernährung und mache gezielte Kraftübungen, Yoga und Pliates, um meinen Körper leistungsfähig zu halten.
Sie haben erst kürzlich einen neuen Vertrag bei den Dallas Mavericks unterschrieben. Wie sieht die Perspektive für Sie und Ihre Mannschaft in den nächsten Jahren aus und darf Dirk Bauermann Sie wieder in der Nationalmannschaft begrüßen?
Wir möchten in den nächsten vier Jahren einen Meisterschaftstitel nach Dallas holen. Dafür werde ich alles geben. Ich hoffe, dass wir noch einen hochkarätigen Spieler nach Dallas holen können. ich möchte mich in diesem Sommer zu 100 % auf die kommende Saison vorbereiten, daher musste ich eine WM-Teilnahme absagen. Bei der EM 2011, wenn es um die Olympia-Quali gehen wird, werde ich aber wieder dabei sein.
Wie müsste sich der Basketball-Sport in Deutschland weiterentwickeln? Können die USA als Vorbild genommen werden?
Deutschland ist ein Fußball-Land, da wird es eine Randsportart wie Basketball immer schwer haben. Die Nachwuchsarbeit und Talentsuche beim Fußball ist vorbildlich. Die USA kann aus einem riesigen Talentepool schöpfen, den wir in Deutschland leider nicht haben.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit den Dallas Mavericks, damit es mit dem heiß ersehnten NBA-Titel endlich klappt. Und selbstverständlich freuen wir uns auf hoffentlich noch viele erfolgreiche Spiele im DBB-Dress!
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