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Druckwellen Akupunktur
Druckwellen AkupunkturEine neue Methode Teil 2In unserer letzten Ausgabe hat Ihnen Dr. Heinrich Everke die Grundlagen der Druckwellen-Akupunktur und die Möglichkeiten der Steigerung von sportlicher Leistungsfähigkeit nähergebracht. Im zweiten Teil wird er eine Auswahl sensibler Punkte (Beine und Rücken) vorstellen und die Methode an zwei Behandlungsbeispielen veranschaulichen. Auswahl Beine
Der berühmte Punkt Ma36, Zusanli, wurde bereits im Altertum als Punkt zur Steigerung der Leistungsfähigkeit genannt. Er liegt im oberen Drittel des m. tibialis anterior. Durch die Stimulation dieses Punktes kommt es zu einer Steigerung der Endorphinproduktion, einer besseren Durchblutung und einer Lockerung der Unterschenkelmuskulatur. Sein Einsatzgebiet in der klassischen Akupunktur sind psychische und physische Erschöpfung und Schmerzen. Auswahl Rücken
Die Punkte: Bl23, Bl24 und Bl25 sollten am besten in Kombination mit ihren ventral gelegenen Partnern, den Punkten Ren 4 und Ren 6, die sich 2 bis 4 Qf unter dem Nabel befinden, vor dem Wettkampf stimuliert werden. Die Verbesserung der Lungenfunktion Bei früheren Untersuchungen berichteten Patienten, die unter obstruktiven Lungenerkrankungen litten, überwiegend über eine deutliche Verbesserung ihrer Atembeschwerden, wenn bestimmte Akupunkturpunkte auf dem inneren Ast des Blasenmeridians lateral der Brustwirbelsäule („Shu-Punkte der Thoraxorgane“) stimuliert wurden. Diese Verbesserung wurde besonders häufig von den jüngeren Patienten berichtet, die unter asthmatischen Beschwerden litten. Ältere Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen schienen weniger von der Druckwellen-Behandlung zu profitieren.
Vielen von den jüngeren Patienten war es nach der Behandlung auch wieder besser möglich, sich sportlich zu belasten. Somit kann man annehmen, dass die Stimulation von Akupunkturpunkten auch in der Sportmedizin bei der Behandlung von Anstrengungsasthma Verwendung finden könnte. Eine Erklärung dafür, warum Druckwellen eine bessere Wirksamkeit auf die Erweiterung der Bronchialmuskulatur haben als Akupunkturnadeln, könnte sein, dass diese Wellen ähnlich wie die Klopfmassage die passenden Rezeptoren in der Haut und der oberflächennahen Muskulatur stimulieren. Denn der adäquate Reiz für diejenigen der Rezeptoren, die den Tonus der Bronchialmuskulatur beeinflussen, ist nicht das Mikrotrauma wie es von einer Nadel provoziert wird, sondern vor allem der wiederholte Druckimpuls. Dieser wirkt umso stärker und nachhaltiger je genauer das Areal in der Tiefe erreicht wird, in dem die Druckrezeptoren liegen. Dies ist mit der Druckwellenakupunktur besser möglich als mit Massage oder Nadeln. Die Klopf-Massage des Rückens ist ja auch in unserer alten Volksmedizin eine bewährte Methode zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. Behandlungsbeispiele
In der Vorbereitung auf den Ruder-Wettkampf soll insbesondere die Bein- und Rückenmuskulatur gelockert und die Lunge „geöffnet“ werden. Zunächst werden die Punkte am Rücken stimuliert, der Patient liegt auf dem Bauch: Zusammenfassung Die Stimulation von Punkten und Arealen mit Druckwellen wirkt besser als die Akupunktur oder Akupressur auf die Druckrezeptoren in der oberflächennahen Muskulatur ein. Es gibt eine ¬Reihe von Punkten und Punktkombinationen, die sich in Vorbereitung auf eine sportliche Leistung für eine Stimulation anbieten. Die Druckwellenbehandlung dieser sensiblen Punkte, die uns aus jahrhundertealten Beobachtungen bekannt sind, ist eine wertvolle Ergänzung unseres Repertoires zur Vorbereitung auf sportliche Hochleistungen, aber auch zur Nachbehandlung nach sportlicher Belastung, um eine möglichst rasche Erholung zu erzielen. Dr. med. Heinrich Everke Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Dr.Heinrich Everke: http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/2727 |
Ausgabe MSN 3 / 2009Der Autor:Weitere Artikel online lesen |

