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Viruserkrankungen im Sport

Zwischen banalem Infekt und schwerer Virusgrippe

Bald kommt wieder die kalte Jahreszeit. In den Hörsälen der Universitäten, den U-Bahnen der Stadt, überall dort wo, sich größere Menschenansammlungen befinden, wird geniest und gehustet. Hier befinden sich unsere Sportler in großer Gefahr, sind doch durch das tägliche Training der Körper und das Immunsystem geschwächt, Stichwort „open window“ (hervorgerufenen Immunschwächung nach Sport). Deshalb weisen wir gerade in den gefährdeten Zeiten die Sportler darauf hin, sich vielleicht im kleinen Kreis zu treffen und große Ansammlungen zu meiden.

Wie in allen Bereichen ist die Primärprävention das Entscheidende, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Außer den genannten Verhaltensmaßregeln sind natürlich Dinge wie wettergerechte Kleidung, Ernährung und ggf. die Einnahme von immunstimmulierenden Produkten angezeigt. Gerade für die Outdoor-Sportarten ist wettergerechte Kleidung im Winter unerlässlich. Ebenso eine vitaminreiche Kost mit antioxidativen Komponenten, nach der Empfehlung 5-mal Obst am Tag. Viele Sportler greifen auch auf immunstimulierende Produkte zurück. Diese in Form von Nahrungsergänzungsmittel wie hoch dosierte Vitaminprodukte oder Hefepräperate und frei verkäufliche Medikamente wie z.B. Umkaluabo oder Esberitox. Sicherlich spielen hier Erfahrungswerte jedes Sportlers eine große Rolle, zeigen doch alle Produkte auf unterschiedlichste Weise einen Benfit auf das Immunsystem.
Bei den Hefeprodukten von Dr. Wolz werden z.B. in wissenschaftlichen Studien von Dr. Berg, Universität Freiburg und Prof. Dartsch gezeigt, das durch diese freie Radikale reduziert werden können und ebenso eine Veränderung der Einstellung der zellulären Immunität auf einem höheren Niveau geschieht. (Prof. Berg, Untersuchung zur Wirkung von Dr. Wolz Immunkomplex auf die zelluläre Immunreaktion und denoxidativen Stress bei Normalpersonen;
Tierversuchsfreie zellbiologische Untersuchungen zu förderlichen Wirkeffekten von „Zell Oxygen Immunkomplex Dr. Wolz“).Viele Verbände benutzen diese Präparate mit guten Erfahrungswerten.

Unterschiedliche Infekte

Hat es den Sportler dann doch erwischt, gibt es wiederum verschiedenste Viren mit unterschiedlichster Wirkung, die Erkrankungen hervorrufen. Die meisten Die meisten banalen Infekte mit etwas Schnupfen, Husten und leichtem Unwohlsein werden mittels Sekrolytika, ggf. Analgetika und physikalischen Maßnahmen wie z.B. Inhalieren und Brustwickel therapiert. Meist besteht zu Beginn nur leicht erhöhte Temperatur. Besonders bei erhöhten Temperaturen ist eine Trainingspause notwendig (3 fieberfreie Tage), mit zunehmender Genesung ist ein Wiedereinstieg zunächst in ein leichtes Training möglich. Bei protrahierten Infekten kommt es zeitweise zur Bakterienbesiedlung und Verschlechterung der Allgemeinsymptomatik, was die Einnahme eines Antibiotikums notwendig machen kann. Viel gefährlicher sind die schweren grippeartigen Viruserkrankungen. Ob die saisonale Grippe, Vogel oder Schweinegrippe. Sie führen in kürzester Zeit zu meist länger anhaltendem hohen Fieber bis 40–41 Grad mit fast vollständiger Bettlägerigkeit des Sportlers.
Ein einprägendes Ereignis und für meine Sportler und mich als verantwortlichen Arzt schrecklichstes Erlebnis war eine unklare Viruserkrankung in unserem Team des Deutschen Ruderverbandes bei sieben Sportlern fast zeitgleich aus dem Vierer ohne und dem Vierer ohne Leichtgewicht bei den Olympischen Spielen in Peking. Diesen 13.8.2008 wird keiner von uns vergessen. In der Zeit von 5.30 bis 10.00 Uhr stellten sich insgesamt sechs Sportler beider Vierer mit den fast gleichen Symptomen – hohes Fieber bis 40,5 Grad und etwas leichter Husten – vor. Ein Ersatzmann, der am selben Tag in den Vierer ohne stieg, erkrankte am nächsten Tag. Die Brisanz dieser Fälle ließ aufhorchen, und ich bekam im Olympischen Dorf eine Art Isolier station, wohl ein Novum. Trotz aus geprägter symptomatischer Therapie, hoch dosierter Gaben von Tamiflu und auch Antibiotikagaben im Verlauf dauerte es allein drei Tage, bis es den Sportlern möglich war, wenigstens für notwendige Verrichtungen problemlos das Bett zu verlassen. Die CRPWerte lagen über Tage im 8- bis 10-Fachen über der Norm. Erst nach sechs Tagen konnten die Sportler sich wieder langsam außerhalb der Räumlichkeiten bewegen, der Wettkampf war lange vorbei, ohne sie.

Fazit

Trotz aller Aufklärung und korrektem Verhalten der Athleten vor Ort, gibt es immer wieder Situationen, mit denen auch wir als Sportmediziner lernen müssen umzugehen, seien sie auch noch so schwer. So können Viruserkrankungen im Sport durch präventive Maßnahmen deutlich gesenkt werden, davor gefeit, auch gerade vor massiven Ausbrüchen, ist man jedoch leider nie.

info@drkau.de

Ausgabe MSN 5 / 2010

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 5 / 2010.
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