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Ärzte & Sportklinik
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Prof. Dr. med. Christof Burgsthaler
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EKG-Veränderungen bei Ausdauersportlern
EKG-Veränderungen bei AusdauersportlernPhysiologisch oder pathologisch?Zur Beurteilung der Sporttauglichkeit wird von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) die Durchführung eines Ruhe-EKGs gefordert. Hiermit sollen potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen des Herzens erkannt werden. Es ist allerdings bekannt, dass intensives Training zu Veränderungen des Ruhe-EKGs führen kann. Dabei unterscheidet man zwischen typischen und eher atypischen EKG-Veränderungen des Sporttreibenden. Zu den typischen EKG-Veränderungen zählt beispielsweise der inkomplette Rechtsschenkelblock, der durch eine minimale Verzögerung der Erregungsleitung in der rechten Herzhälfte bedingt ist, oder die Sinusbradykardie, also ein Ruhe-Puls von weniger als 60 Schlägen pro Minute. Bei den eher atypischen Veränderungen muss immer auch an eine zugrunde liegende Erkrankung des Herzens als Ursache für das „auffällige“ EKG gedacht werden. In der sportmedizinischen Routinediagnostik wird hier an erster Stelle die Durchführung einer Echokardiographie – also eine Ultraschalluntersuchung des Herzens – erfolgen. Kernspintomographie des Herzens Im Rahmen einer kleinen Studie haben wir zusätzlich zur Echokardiographie eine Kernspintomographie des Herzens bei 45 männ lichen Ausdauerathleten durchgeführt. Dabei hatten 18 Athleten Veränderungen des Ruhe-EKGs, die eher selten oder atypisch für ein „Sportler-EKG“ waren. Die anderen Athleten hatten entweder ein normales EKG oder nur geringfügige EKG-Veränderungen. Kernspintomographisch zeigten sich erfreulicherweise bei keinem der Athleten in der Gruppe mit den atypischen Veränderungen Befunde, die auf eine primäre Erkrankung des Herzens hinweisen würden. Verglich man die Herzgrößen der linken und rechten Kammern und Vorkammern bzw. die Funktion der linken und rechten Herzkammer, zeigte sich kein Unterschied zwischen den Sportlern mit normalem EKG und denen mit atypischen EKG-Veränderungen. Lediglich die Muskelmasse des Herzens war bei den Athleten mit den atypischen EKG-Veränderungen höher. Fazit Die Zunahme der Muskelmasse des Herzens – gerade beim Ausdauersport – wird gewöhnlich als „Sportherz“ bezeichnet. Somit scheinen die Personen, die ein „ausgeprägtes Sportherz“ haben, eher ein „verdächtiges“ Ruhe-EKG zu haben. Im Einzelfall kann hier die Durchführung einer Kernspintomographie zum Ausschluss einer zugrunde liegenden Herzerkrankung sicher hilfreich sein, ersetzt aber keinesfalls eine sportkardiologische Abklärung. |
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