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Ärzte & Sportklinik
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Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Karl-Heinrich Bette ist Sportsoziologean der TU Darmstadt.Seine Arbeitsschwerpunkte Fußball - Von der volkstümlichen Spielkultur zum modernen SportKönig Fußball - von Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Die Verwandlung traditioneller Volksspiele zum modernen Sport hat das Fußballspiel in einer geradezu idealtypischen Weise vollzogen. Am Anfang
steht die wilde, weitgehend regellose, nicht zwischen Zuschauern und Spielern trennende volkstümliche Spiel- und Festkultur Englands, die schon im Mittelalter als Gefährdung der öffentlichen Ordnung angesehen und deshalb immer wieder von der staatlichen Obrigkeit mit Verboten belegt wurde. Social Sports - SportbegeisterungVon der Notwendigkeit des Überflüssigen - von Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Die Sportbegeisterung der Zuschauer verweist insgesamt nicht nur auf den Sport und
dessen Konstellationsstruktur; sie deutet auch auf die Verdrängungen und Verluste hin, die Menschen durch den gesellschaftlichen Modernisierungsprozess hinzunehmen haben. Folgt man dieser Einschätzung, dann ist das Interesse am Sport als ein möglicher kompensatorischer Mechanismus für die Gesellschaftsmitglieder einzustufen, der als komplexes Motivbündel überdies... Sportinteresse als biografischer Fluchtpunktvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Die gesellschaftliche Modernisierung hat in den Biografien der Gesellschaftsmitglieder nachhaltig Spuren hinterlassen. Menschen haben millionenfach ihre Arbeit verloren, Paarbeziehungen sind heute auch nicht mehr das, was sie einmal waren, bestehende Freundschafts- und Bekanntschaftsnetzwerke zerbröseln unter dem Druck gesellschaftlicher Veränderungen, der Individualisierungsprozess lässt die Gesellschaftsmitglieder immer unähnlicher werden.
Sportgerede als „soziales Schmiermittel“von Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
In der Gegenwartsgesellschaft gehören die einzelnen Personen nicht mehr einem homogenen lebensweltlichen Verbund an. Die Wahrscheinlichkeit, auf Menschen zu treffen, mit denen man eine gemeinsame Geschichte und einen gemeinsam erarbeiteten Gesprächsvorrat besitzt, wird angesichts der gestiegenen Mobilität immer unwahrscheinlicher.
Gemeinschaftserleben im Zuschauersportvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Neben der strukturellen Erzeugung von Langeweile, Körperverdrängung, neben einer Verflüchtigung des Subjekts durch die Heraufkunft der Organisationsgesellschaft, einer Entemotionalisierung des Affekthaushalts und einer Dämpfung des Gefühlshaushalts geht mit der gesellschaftlichen Modernisierung ein vehementer Gemeinschaftsverlust einher.
Voyerismus im Sportvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Der Sport macht Menschen in ihrem Bestreben, andere durch Leistung zu übertrumpfen, systematisch sichtbar. Wenn real existierende Personen einzeln oder in Mannschaften gegen- einander antreten, um Sieger und Verlierer zu bestimmen, präsentieren sie sich nicht als virtuelle Größen, sondern als Menschen „mit Haut und Haaren“.
Körpererleben im Zuschauersportvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Die moderne Gesellschaft hat die Nachfrage nach dem menschlichen Körper durch interne Umbauprozesse erheblich reduziert. Alle Maßnahmen, den Körper im Rahmen von Sport-, Fitness-, Gesundheits- oder Schönheitsmaßnahmen aufzuwerten, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die moderne Gesellschaft in zunehmender Weise körperlos funktioniert.
Gefühlsarbeit im Sportvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Der gesellschaftliche Modernisierungs- und Zivilisierungsprozess hat Gelegenheiten für ein intensives, emotionsgeladenes und positiv besetztes Spannungserleben verknappt. So müssen Menschen im Alltag lernen, ihre Affekte zu zügeln. Wer es nicht schafft, sich an die Verhaltenserwartungen eines zivilisierten Auftretens in der Öffentlichkeit anzupassen, geht das Risiko ein, dass gesellschaftliche Kontrollinstanzen ihn disziplinieren...
Heldengeschichten im Sportvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Heldengeschichten handeln typischerweise von Verwandlungen und den Konsequenzen, die sich hieraus für die beteiligten Personen ergeben. Damit ist ein zentraler Topos benannt, den man bereits in den griechischen und römischen Sagen der Antike nachlesen kann. Wie bewährt sich der Einzelne in riskanten und gefährlichen Situationen und welche Transformationen erfährt er auf seiner Abenteuerreise?
Spannung als Passionvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb Sie sich stundenlang Wettkämpfe der Olympischen Spiele anschauen und vielleicht sogar mitten in der Nacht aufstehen, um bestimmte Entscheidungen live mitzuerleben? Der renommierte Sportsoziologe Prof. Dr. Karl-Heinrich Bette mit einer weiteren Betrachtung des Phänomens „Sportbegeisterung“.
Heldenverehrung im Zuschauersportvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
Das Alltagsleben der Menschen wird in der modernen Gesellschaft in
maßgeblicher Weise durch Organisationen bestimmt. Von der Geburt bis zur Bahre sind es Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Firmen, Verwaltungen und anderweitige Instanzen, die den Einzelnen unterrichten, ausbilden, erziehen, pflegen, wegschließen oder nach seinem Tod entsorgen. Insgesamt erscheinen Menschen auf dem Bildschirm von Organisationen als austauschbare Größen.... Sportbegeisterung und Gesellschaftvon Prof.Dr. Karl-Heinrich Bette
eder Mensch glaubt, seine eigenen Motive zu haben, Sport zu treiben. Bei all der Individualität existiert jedoch immer ein sozialer Hintergrund, den man nicht außer Acht lassen darf. Die Entscheidung, Sport zu treiben, fällt nicht vom Himmel, sondern ist in einen soziokulturellen Kontext eingebettet. Die Soziologie ist diejenige Wissenschaftsdisziplin, die sich mit Wechselwirkungen von Individuum und Gesellschaft beschäftigt. Gegenstand der...
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