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Ärzte & Sportklinik
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Dr. med. Rudolf Ziegler
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Laufen - Prävention
Laufen - PräventionGut in Form
roßer Beliebtheit. Schätzungen aus dem Jahre 2008 gehen hier zu Lande von 13 bis 15 Millionen Laufaktiven aus. 2,5 Millionen betreiben Laufen als Hauptsportart, Laufen ist keine Kontaktsportart und aufgrund des Belastungsprofils vergleichsweise eher verletzungsarm. Bei den typischen Akutverletzungen dominiert das Supinationstrauma (Überdehnung) im Sprunggelenk. Die Folgen von Fehlbelastungen und Schäden am Halte- und Bewegungsapparat sind dagegen wesentlich häufiger. So klagen gemäß einer amerikanischen Studie 60% der Läufer und Läuferinnen mit mehr als drei Trainingseinheiten pro Woche über laufsportspezifische orthopädische Probleme mit unterschiedlicher Intensität. Typische Lokalisationen am Halte- und Bewegungsapparat betreffen Großzehen- Grundgelenk, Achillessehne, Schienbein, Kniegelenk, Hüfte und die Wirbelsäule. Ausmaß und Häufigkeit der Überlastungssymptomatik stehen im ursächlichen Zusammenhang mit den individuellen orthopädischen Voraussetzungen, dem Trainingszustand und dem Trainingsaufbau. So lastet beispielsweise beim Bergablauf das drei- bis vierfache des Körpergewichts auf den beanspruchten orthopädischen Strukturen. Entsprechend treten Fehlbelastungsfolgen oder Überlastungsschäden häufig bei Einsteigern mit unangepasster Steigerung der Trainingsbelastung auf sowie bei leistungsorientierten Läufern mit mehr als sechs Trainingseinheiten pro Woche. Ursachen der Beschwerden sind nicht selten orthopädische Defizite. Dazu gehören nicht erkannte anatomische Beinlängendifferenzen, Fußstatik-Defizite, Achsenfehlstellungen, ein dysplastisches Hüftgelenk sowie angeborene Probleme an der Wirbelsäule. Auch Gelenkinstabilitäten wie eine nicht erkannte Ruptur des vorderen Kreuzbandes können die Überlastungsgefahr massiv erhöhen. Bei deutlich dysplastischen Hüftgelenken, hochgradigen Formfehlern an den unteren Extremitäten, vorbestehenden Gelenkknorpelschäden, einer Spondylolisthesis (Wirbelgleiten) über 5 mm und Formen der aseptischen Knochennekrose mit Defektheilung ist vom leistungsorientierten Laufen abzuraten. Durchchecken!
Aus diesen Gründen sollten sich Einsteiger und regelmäßig trainierende Läufer zu Beginn und in der Folge alle ein bis zwei Jahre internistisch-orthopädisch komplett checken lassen. Bei jeder mehrtägigen Beschwerdesituation muss stets qualifizierter ärztlicher Rat eingeholt werden, da der Kontext der Schmerzen vom Betroffenen selbst meist falsch eingeschätzt wird: „Da, wo es wehtut, ist nicht zwingend die Ursache“. Ein gefürchteter Überlastungsschaden, nicht nur bei Läufern, ist der Ermüdungsbruch in Folge eines gestörten Knochenstoffwechsels. Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht schwanger sind, ist das Ausbleiben der Regelblutung stets ein äußeres Alarmzeichen für eine akute Störung des Knochenstoffwechsels und möglicher Vorläufer für eine Stressfraktur. Treten Fehlbelastungsfolgen oder Überlastungsschäden auf, reagieren vor allem viele leistungsorientierte Läufer erfahrungsgemäß zunächst skeptisch im Hinblick auf schulmedizinische Behandlungsangebote und greifen lieber auf komplementärmedizinische Alternativen zurück. Sowohl in der Akutsituation wie auch prophylaktisch hat sich hier der Einsatz von Traumeel® S als Creme oder in Tablettenform langjährig bewährt. Mit seiner immunmodulierenden Wirkung greift es regulierend in das Entzündungsgeschehen ein und fördert dardurch den Heilungsprozess. Somit sind die Patienten schneller wieder fit. Auch leistungsorientierte Läufer, beispielsweise während eines Trainingslagers oder im Umfeld eines geplanten Halbmarathons oder Marathons, profitieren. In der Akutsituation bestimmen Lokalisation und Ausmaß der Symptomatik die Diktion der gesamten therapeutischen Intervention. Hierher gehören die bewährten Elemente der P.E.C.H.-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagerung), ergänzt Abgestimmte Ernährungsschwerpunkte Sportliche Betätigung führt automatisch zu internistisch-orthopädischen Anpassungsmechanismen im Gesamtorganismus zum Zweck der höheren Belastungsverträglichkeit. Dazu läuft ein entzündlich-regeneratives Geschehen ab. Jede Form der Regeneration und des Leistungszuwachses korrespondiert mit hormonell gesteuerten immunologischen Entzündungsprozessen. Darauf abgestimmte Ernährungsschwerpunkte können diese körpereigenen regenerativen Schritte gezielt unterstützen und verkürzen. Einem ausgewogenen Verhältnis von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren kommt hier eine zentrale Bedeutung zu. Zusätzlich sollte der Anteil an gesättigten Fettsäuren maximal 10 % der Gesamtfettzufuhr ausmachen und gehärtete Fette möglichst gemieden werden. Mit dem regelmäßigen Verzehr von Biofleisch, Wild (außer Wildschwein) und Wildfisch bei gleichzeitigem Verzicht auf tierische Produkte aus Mastbetrieben, Zuchtfarmen und Legebatterien trägt der Läufer durch eigenes Zutun zum Laufvergnügen ohne Reue bei. Für die Flüssigkeitszufuhr empfehlen sich hochwertige Mineralwässer, frisch gepresste Säfte oder grüner Tee. Ein sehr gutes Regenerationsgetränk für Läufer ist Molke, die hochwertiges Laktalbumin in Kombination mit leicht verdaulichem Milchzucker enthält und fettfrei ist. Foto: © panthermedia.net, Peter Wienerroither |
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