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Ärzte & Sportklinik
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Dr. Holger Herwegen
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Praktische Anwendung der Golfmedizin - medical Golf
Praktische Anwendung der Golfmedizin - medical Golf
Die vielseitigen Beanspruchungen im Golfsport erfordern ob des hohen mittleren Altersdurchschnitts (aktuell ca. 50 Jahre) und der damit zunehmend verbundenen Ausprägung von gesundheitlichen Risikofaktoren Warm-up und Cool-down:
Der Sinn eines Aufwärmens im Golfsport ist von professionellen Spielern wie z.?B. Woods, Palmer, Nicklaus oder Player erkannt und akzeptiert worden und ist obligatorischer Bestandteil des alltäglichen Spiel- und Trainingsablaufs. Der Breitensportler jedoch verkennt oder verdrängt diese Problematik völlig. Leistungsbestimmende und insbesondere gesundheitliche Faktoren des Aufwärmens stehen dabei wegen Unverständnis oder aus Zeitgründen meist hinten an. Die negativen Aspekte des Golfsports sind vielfach auf den Mangel des ausbleibenden bzw. unzureichenden Aufwärmens zurückzuführen. Zur konsequenteren und besseren Vorbereitung auf das Golfspiel kann ein Aufwärmprogramm dienen. Seine Effektivität wurde durch Untersuchungen zu anamnestischen und kinematischen Aspekten bei einer kontrollierte Studie mit Rückenschmerzpatienten bestätigt. Die golfspezifisch erwärmten Probanden drehen im Rückschwung die Schultern deutlich weiter und erzielen dadurch eine größere Verwringung zwischen Hüft- und Schulterachse als unaufgewärmt. Die Schlägerkopfgeschwindigkeit im Treffmoment zeigt bei der Versuchsgruppe um ca. 6?% höhere Werte. In ihrer Tendenz nimmt auch die maximale Schlägerkopfgeschwindigkeit der Versuchsgruppe zu. Während sich die Rückenschmerzen bei Golfschwüngen ohne vorheriges Aufwärmen signifikant verstärken, tritt Prävention und Rehabilitation:
Eine Annäherung an das Thema Golf in der Prävention und Rehabilitation stellen mittlerweile mehrere Konzepte (www.golf.upb.de, www.golf-gesundheit-training.de, www.golfmedicus.eu) dar, die an der Golfakademie an der Universität Paderborn entwickelt wurden. Hier werden u.?a. der Zusammenhang zwischen dem individuellen körperlichen Status quo für die Rumpfkraft bzw. – beweglichkeit und die Technikparameter des Golfschwungs untersucht. Über eine interdisziplinäre Zusammenarbeit wird auf der Grundlage einer einfachen effizienten sportmedizinischen Diagnostik ein trainingstherapeutischer Plan erstellt, aus dem sich verschiedene Konzepte für Präventions- und Rehagolf ergeben. Golf kann tatsächlich
Die Etablierung eines Präventionskurses Golf wurde anhand der Kriterien des Leitfadens der gesetzlichen Krankenkassen auf der Basis des §?20?Abs.?1 und 2?SGB???V erarbeitet. In diesen Kursen liegt der Schwerpunkt auf der Kräftigung und Beweglichmachung der Haltemuskulatur der Wirbelsäule. Regelmäßiges Training der Bauch- und Rückenmuskulatur durch gezielte Übungen stellt die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerzen dar. Somit leisten mittlerweile auch die Krankenkassen einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Angebots der Primärprävention. Für gesundheitsbewusste Golfspieler bietet ihr Sport zudem Möglichkeiten zur Sekundär- und Tertiärprävention. Dr. med. Holger Herwegen Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Dr. Holger Herwegen: http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/4461 |
Ausgabe MSN 3 / 2008Der Autor:Weitere Artikel online lesen |


