|
Ärzte & Sportklinik
>
Dr Johannes F. Coy
>
Ernährung - Krebs besiegen (Anti Krebs Ernährung)
Ernährung - Krebs besiegen (Anti Krebs Ernährung)Gesund durch Sport und eine kohlenhydratarme ErnährungDass Sport und Ernährung eine ganz entscheidende Bedeutung für die Gesunderhaltung des Menschen haben, steht seit langem außer Zweifel. Welche Ernährung in Kombination mit Sport für den Menschen aber die Richtige ist, darüber wird unter Sport- und Ernährungswissenschaftlern heftig diskutiert. Die vor kurzem gemachte Entdeckung des TKTL1-Enzyms und einem damit verbundenen völlig neuartigen biochemischen Stoffwechselweg für den Ab- und Umbau von Glukose (Traubenzucker) im Menschen, erlaubt nun ein besseres Verständnis, wie Sport und Ernährung vor Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Alzheimer, Herzinfarkt und aggressivem Krebs schützen können.
Glukose spielt für den Menschen eine sehr wichtige Rolle bei verschiedensten Stoffwechselvorgängen. Viele Zellen des Menschen nutzen diesen Zucker als Energielieferant. Ein Überangebot von Glukose kann aber aufgrund der chemischen Eigenschaften von Glukose zu gravierenden Zellschäden und dadurch zu schweren Erkrankungen führen. Glukose besitzt die negative Eigenschaft, dass ein bestimmter Anteil des Moleküls in einer reaktiven Form (der offenen Aldehydform) vorliegt. Ähnlich wie beim Formaldehyd kommt es dann zu irreversiblen Reaktionen von Glukose mit Proteinen, die damit auf Dauer geschädigt werden. Dies lässt verstehen, dass eine zu hohe Konzentration von Glukose in der Zelle auf Dauer zu schweren Schäden führt. Manche Gewebe und Zellen des menschlichen Körpers sind besonders von
Der ideale Treibstoff für die schnelle Zurverfügungstellung von Energie für die Aktivität von Skelettmuskeln ist Glukose. Bei sportlicher Aktivität greifen Skelettmuskelzellen zunächst auf freie Glukose aus der Muskelzelle selbst und Glukose aus dem Blut zurück. Da diese Vorräte schnell aufgebraucht sind, wird weitere Glukose aus den Glykogenspeichern der Muskelzelle und den Glykogenspeichern der Leber freigesetzt. Nach dem Aufbrauchen der Glykogenspeicher muss dann aber eine Skelettmuskelzelle auf Fettverbrennung umstellen. Eine Herzmuskelzelle dagegen führt auch bei Verfügbarkeit von Glukose eine Fettverbrennung durch.
Krebs in der Form von lokal begrenzt wachsenden Tumoren kommt im ganzen Tierreich vor. Krebs in seiner aggressivsten Form, also metastasierender Krebs, kommt interessanterweise nur beim Menschen und einigen von ihm gefütterten Haustieren als eine der Haupttodesursachen vor. Bei allen anderen Lebewesen stellt Krebs kein entscheidendes Problem dar. Auch bei Menschen, die als Jäger und Sammler lebten und leben, kam und kommt der Tod durch Krebs kaum vor. Der Tod durch Krebs beschränkt sich im Wesentlichen auf drei Lebewesen: den Menschen mit westlicher Lebensweise, den Hund und die Hauskatze, die einzigen Lebewesen, die einen hohen Konsum von Kohlenhydraten aufweisen, die schnell und viel Glukose freisetzen. Bemerkenswerterweise gibt es in diesen drei häufig durch Krebs versterbenden Lebewesen ein Organ, das extrem niedrige Krebsraten aufweist: das Herz.
Weitere Studien haben in jüngster Zeit gezeigt, dass Sport die Überlebenszeit von Krebspatienten deutlich erhöht. Der TKTL1-Glukosestoffwechsel erklärt nun erstmals schlüssig, wie durch Sport der Treibstoff Glukose für diese aggressiven, TKTL1-positiven Krebszellen so reduziert wird, dass es zu einer verbesserten Überlebenschance bei einer Krebserkrankung kommt. Ergänzend hierzu kann durch eine Umstellung auf eine Ernährung, die nur noch wenig und langsam Glukose freisetzt, zusätzlich der Treibstoff für diese Form von Krebszellen limitiert werden. Dies kann z.?B. durch den Verzehr von proteinreichen Lebensmitteln wie Fisch und Fleisch in Kombination mit Salaten und kohlenhydratarmen Gemüse erreicht werden. Durch in der Zusammensetzung modifizierte Grundnahrungsmittel können sogar z. B. Nudeln und Brot in moderaten Mengen konsumiert werden, ohne dass es zu einer übermäßigen Glukosefreisetzung kommt. Es gibt nun proteinreiches Brot, das neben der geringen Glukosefreisetzung auch durch den Zusatz von Ölsamen (Leinsamen, Sesam, Hanfnuss) einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweist als Lachs und Hering. Es ist sogar möglich durch die Verwendung von Zuckern wie Fruktose, Palatinose™ und Isomalt, die Dr. Johannes F. Coy Lesen Sie hier noch mehr Fachbeiträge von Dr. Johannes F. Coy: http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/4997 |
Ausgabe MSN 1 / 2007Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download Der Autor:Weitere Artikel online lesen |

