|
Ärzte & Sportklinik
>
Dr. rer. nat. Michael Markl
>
Kardiologie/Bildgebende Verfahren - Das messbare Herz
Kardiologie/Bildgebende Verfahren - Das messbare HerzAnalyse der regionalen Herzwandbewegung mit MR Tissue Phase MappingDie zeitliche Abfolge der komplexen myokardialen Bewegung rückt immer mehr ins Zentrum des kardiologischen Interesses. Die Herzmuskelfunktion im linken Herzen ist für Patienten mit Herzerkrankungen von großer prognostischer Bedeutung. Allerdings können mit der Herzultraschalluntersuchung, mit der die Pumpfunktion üblicherweise bestimmt wird, meist nicht alle Herzwandabschnitte gut eingesehen werden. Zudem können nicht alle Bewegungskomponenten der Herzwandbewegungen analysiert werden.
Daher wurde am Universitätsklinikum Freiburg eine neue Magnet-Resonanz- Tomografie (MRT)-Methodik entwickelt, die es erlaubt, die Herzmuskelgeschwindigkeiten in allen Regionen der Herzwand und in allen Raumrichtungen direkt zu messen.
Die Methode wurde bereits erfolgreich in mehreren Probanden- und Patientenstudien angewandt. Ein erster Schwerpunkt war die Untersuchung an Patienten mit infarktgeschädigten Herzarealen. Ziel war es, den Zusammenhang von gesunder und pathologischer Herzaktion mit den Bewegungsabläufen der Herzwand besser zu verstehen und die Sensitivität der Methode zur Detektion von Arealen mit pathologischer Herzfunktion zu testen. Insgesamt konnte eine hohe Sensitivität zur Detektion von regionalen Bewegungsstörungen und damit verbundener anomaler linksventrikulärer Wandbewegung nachgewiesen werden, die gut mit den nuklearmedizinisch als pathologisch diagnostizierten Myokardarealen übereinstimmten. Fazit Diese Erkenntnisse sind wichtig, um Veränderungen der Herzwandbewegung, die teilweise sogar sehr früh im Verlauf von Herzerkrankungen auftreten, richtig einschätzen zu können. Außerdem unterstreichen sie die Notwendigkeit von Kontrollkollektiven bei klinischen Studien, die nicht nur bezüglich des Alters, sondern auch im Hinblick auf das Geschlecht an die zu prüfende Patientengruppe angepasst sind. michael.markl@uniklinik-freiburg.de |
Ausgabe MSN 1 / 2010Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download Der Autor:Weitere Artikel online lesen |



