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Ärzte & Sportklinik
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Dr. Johann Hutsteiner
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Sport und Sportmedizin in der Bundeswehr
Sport und Sportmedizin in der Bundeswehr
In der historischen Betrachtung des Sportes in Armeen stellt man häufig eine Zweckbezogenheit zur Steigerung der soldatischen Kampffertigkeiten fest. Bei der
Als Teil der Gesellschaft ist die Bundeswehr mit ihren Soldaten von der zunehmenden Häufigkeit an Übergewicht/Adipositas und Defiziten in der körperlich-sportlichen Leistungsfähigkeit betroffen. Dem gegenüber stehen die Spitzensportler der Bundeswehr. Als größter Förderer des Spitzensportes in Deutschland stellt der Arbeitgeber Bundeswehr derzeit Dienstposten für über 700 Spitzensportler/-rinnen in 18 Sportförderkompanien zur Verfügung. Die Trainings- und Wettkampfbetreuung, sowie ein Teil der sportmedizinischen Betreuung, werden überwiegend von Verbands-/Landes-/Bundestrainern und Verbandsärzten wahrgenommen. Im Kontext
Diese Aufgabe wird vom Sportmedizinischen Institut der Bundeswehr in Warendorf wahrgenommen. Die Aufgaben beschränkten sich zunächst auf die ärztliche Versorgung der Lehrgangsteilnehmer und die Abhaltung von sportmedizinischen Kursen für die Ärzte der Bundeswehr. 1959 wurden mit dem Beitritt der Bundeswehr zu CISM (Conseil International du Sports Militaire) höhere Anforderungen an die Qualität der sportmedizinischen Versorgung gestellt, die allerdings aus Gründen der personellen und materiellen Ausstattung nicht optimal zu erfüllen waren. Dies änderte sich 1978 mit dem Umzug der Sportschule der Bundeswehr nach Warendorf in einen exzellenten Sportanlagenkomplex. Die sportmedizinische Abteilung bezog auf dem Areal der Sportschule einen professionell konzipierten Neubau, auch die Ausstattung mit Fachpersonal, Diagnostik- und Therapiegeräten führte zu einer Leistungsfähigkeit, die vergleichbar mit den Sportmedizinischen Instituten der Universitäten war. 1991 erhielt die sportmedizinische Abteilung (ab 1993 Sportmedizinisches Institut der Bundeswehr) die Anerkennung als lizenzierte Untersuchungsstelle des DSB (heute DOSB).
Ende der 90er Jahre verlagerte sich der Forschungsschwerpunkt in den Bereich Präventivmedizin. Untersuchungen über die Energiegewinnung, insbesondere die Rolle der Fettverbrennung bei Ausdauersportarten mit unterschiedlicher Intensität, kardiovaskuläre Risikofaktoren in Abhängigkeit von der Fitness, schafften wesentliche Grundlagen zur Gestaltung eines Fitness-/Gesundheitssportes in der Bw. Im Laufe der Zeit wurde eine Umstrukturierung in die drei Fachbereiche Innere Medizin/Leistungs-/Hochleistungssport, Orthopädie mit angeschlossener Physiotherapie und Allgemeinmedizin/Präventivmedizin mit Ernährungsberatung vorgenommen. Dr. Johann Hutsteiner |
Ausgabe MSN 4 / 2007Der Autor:Weitere Artikel online lesen |


