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Ärzte & Sportklinik
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Dr. Susann Kräftner
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Biestmilch - Kolostralmilch - Erstmilch / Keine Leistung ohne intaktes Immunsystem
Biestmilch - Kolostralmilch - Erstmilch / Keine Leistung ohne intaktes Immunsystem
Sich als Triathlet bzw. Athlet am Rande der Leistungsgrenze immer wohl zu fühlen
Die Zuteilung der Energie, die in Stoffwechselprozessen entsteht, wird nämlich nicht durch die Kalorienzufuhr geregelt, sondern durch eine Vielzahl von Regulationsprozessen. Das Zauberwort heißt also Regulation. Wenn die Leistungsgrenze ständig provoziert wird, in der Hoffnung sie zu verschieben, und der Körper trotzdem im Gleichgewicht bleiben soll, Das Immunsystem ist in erster Linie nicht ein Abwehrsystem, sondern ein Regulationssystem. Zusammen mit dem Nervensystem und Hormonen (z. B. Cortisol, Adrenalin, Insulin) löst es die Stressantwort aus und kontrolliert sie. Es produziert Mediatoren wie Zytokine und Wachstumsfaktoren, die im Rahmen der Stressantwort und in Kooperation mit dem Nervensystem und Hormonen bestimmen, wohin Energie fließen soll. Man bezeichnet diese drei auch als die Supersysteme der Regulation. Sie garantieren, dass sich Herz, Kreislauf und Atmung an die Erfordernisse anpassen, dass Energiedepots aktiviert werden, der Glukosespiegel im Blut nicht abfällt, die Körpertemperatur annährend konstant bleibt, die Muskeln Energie für ihre Arbeit erhalten und trotzdem alle lebenswichtigen Organe wie das Gehirn ausreichend mit Energie versorgt werden. Das Immunsystem wird innerhalb der ersten Minute der Stresseinwirkung aktiviert. Es setzt eine Vielzahl an Zytokinen wie Interleukin-1, Interleukin-6 und Tumor-Nekrose-Faktor frei, die die Energieverteilung im Körper dem Bedarf entsprechend anpassen. Wenn nun Energie für Heilungsprozesse benötigt wird, die immer erste Priorität im Rahmen der Energieverteilung genießen, dann fehlt diese Energie für andere Prozesse. Deshalb ziehen bei entsprechend großer körperlicher Belastung schon leichte gesundheitliche Beeinträchtigungen soviel Energie ab, dass man sich müde und schlapp fühlt. Verzögerte Heilungsprozesse und Verletzungsanfälligkeit durch ein geschwächtes Immunsystem Grundsätzlich aktiviert körperliche Tätigkeit – das heißt Sport in angemessener Intensität und an die individuellen Bedürfnisse angepasst – das Immunsystem und beugt somit Krankheiten vor. Der Triathlet gehört aber zu den Sportlern, die unter extremer Belastung stehen und deshalb häufig eine zu geringe Aktivität des Immunsystems aufweisen. Man erklärt sich das in etwa so: Ausdauertraining ist immer mit vielen kleinsten Verletzungen in der Muskulatur und anderen Geweben verbunden. Sie lösen Entzündungsreaktionen aus, die dem Heilungsprozess vorangehen. Entzündungs- und Heilungsprozesse sind die Domäne des Immunsystems. Wenn die Regenerationszeit zudem für das Immunsystem nicht ausreicht, um die katabole Stoffwechsellage, in der die Abbauprozess überwiegen, auszugleichen und im Anschluss, die Mikroverletzungen zu kurieren, dann kommt es zu einer Schwächung des Immunsystems mit den bekannten Folgen wie Verletzungsanfälligkeit, Schmerzsymptomen ohne fassbare Ursache, verzögerten Heilungsprozessen oder erhöhter Infektanfälligkeit. Wie Parasiten ziehen Verletzungen und Infektionen die Energie für sich ab. Das kann bei Leistungssportlern soweit gehen, dass der Zustand des Immunsystems dem von Tumorpatienten ähnelt. Es kann ein Teufelskreis entstehen, in dem sich das Immunsystem kaputt reguliert und sich ein Übertrainingssyndrom, ein chronisches Müdigkeitssyndrom oder eine Virusinfektion wie Pfeiffer’sches Drüsenfieber entwickeln können.
Die richtige Balance zwischen Trainings- und Wettkampfbelastung sowie Regeneration zu finden, ist ein Kunststück, das im Training erarbeitet werden muss. Neben Wundheilung und Infektabwehr wird auch unser Verhalten vom Immunsystem beeinflusst. So nötigen uns die entzündlichen Zytokine Interleukin-1, Tumor-Nekrose-Faktor und Interleukin-6, den Schongang einzulegen. Wer könnte dieses Phänomen besser nachvollziehen als ein Sportler, der vergeblich versucht, seine beste Leistung abzurufen. Schon eine Verkühlung hindert die Entfaltung des vollen Leistungspotenzials. Lustlosigkeit, Schlappheit, Schlafbedürfnis, Appetit- und Gewichtsverlust sind typische Symptome, die über eine Wirkung des Immunsystems (Zytokine) auf das zentrale Nervensystem ausgelöst werden. Dr. Susann Kräftner |
Ausgabe MSN 1 / 2006Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download Der Autor: |



