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Ärzte & Sportklinik
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Dipl. oec. troph Günter Wagner
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Ernährungs-Tipps für einen effektiven Heilungsverlauf nach Verletzungen
Ernährungs-Tipps für einen effektiven Heilungsverlauf nach VerletzungenImmobilität ausgleichenSchon Hippokrates wusste „Nicht der Arzt heilt die Krankheit, sondern der Körper heilt die Krankheit.“ Für diesen Heilungsprozess benötigt der Körper zum einen Zeit, zum anderen bestmögliche Voraussetzungen, die u.a. durch eine adäquate Ernährung unterstützt werden können. Um die Erholungszeit zu verkürzen, sind die ersten Maßnahmen nach einer Verletzung u.a. Ruhigstellung, Kühlung, Dehnung. Häufig wird dabei allerdings der positive Einfluss der Ernährung auf den Heilungsprozess vernachlässigt. Je nach Art und Schwere der Verletzung dauert die Phase der Immobilität einige Tage bis sogar mehrere Monate. Dabei kommt es aufgrund der Inaktivität zu Veränderungen im Stoffwechsel, die eine Muskelatrophie und dadurch einen Kraftverlust mit sich bringen. Direkt nach schweren Verletzungen kommt es zu einer Entzündungsreaktion innerhalb des Körpers, welche für den Heilungsprozess wichtig ist. Häufig wird dann empfohlen, diese Entzündungsreaktion mithilfe von Medikamenten zu hemmen. Dies macht nicht unbedingt Sinn, stattdessen sollte versucht werden, eine übermäßige Entzündung zu vermeiden. Besonders hilfreich ist hier die vermehrte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in Form von Fisch, Leinöl oder Walnüssen, auch Omega-3-Nahrungsergänzungen und weniger Omega-6-Fettsäuren, z.B. in Form von Sonnenblumen-, Weizenkeim- oder Maiskeimöl. Proteinbetonte Ernährung In Phasen der Immobilität kommt es zu einem Verlust der Muskelmasse. Eine erhöhte Proteinzufuhr ist zunächst die erste Maßnahme, einen Muskelschwund zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Diese hat jedoch beim inaktiven Muskel nicht unbedingt die gleiche Wirkung wie beim aktiven. Generell empfiehlt es sich, auf eine hohe biologische Wertigkeit des Eiweißes zu achten. Um möglichst effektiv körper eigenes Eiweiß aufbauen zu können, benötigt der Körper acht verschiedene Aminosäuren. Eine Kombination von pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide mit tierischen Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten wie Käse, Quark, Buttermilch oder Joghurt ergibt eine ideale Aminosäurenzusammensetzung der Mahlzeit. Gute Kombinationen sind u.a. Haferflocken mit Milch, Ei mit Brot, Erbsensuppe mit Fleischeinlage oder Kartoffeln mit Quark. Neben der hohen biologischen Wertigkeit sind diese relativ kalorienarm. Mithilfe von Leucin, das wichtig für den Erhalt und den Aufbau von Muskelgewebe ist, können die anabole Resistenz des Muskels gesenkt und die Proteinbildung gefördert werden. Es unterstützt die Proteinsynthese in Muskulatur und Leber, hemmt den Abbau von Muskelprotein und unterstützt den Heilungsprozess. Leucinreiche Lebensmittel sind u.a. Rindfleisch, Hähnchenbrust, Lachs, Eier, Walnüsse und Milch. Durch die orale Zufuhr von Leucin kann die Proteinbildung wieder auf ein normales Maß erhöht werden. Energiezufuhr anpassen, auf Nährstoffdichte achten Ein nicht zu vernachlässigender Gesichtspunkt ist der reduzierte Kalorienverbrauch durch die verletzungsbedingte Immobilität. Um eine unerwünschte Gewichtszunahme zu vermeiden, ist die Kalorienaufnahme dem gesunkenen Kalorienbedarf anzupassen. Dabei sind hochwertige Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte empfehlenswert. Sie enthalten pro Kalorie viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, verringern das Risiko einer Fehlernährung und versorgen den Körper nach der Verletzung optimal mit lebensnotwendigen Mikronährstoffen. Hierzu zählen Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, aber auch Fruchtsäfte und mineralstoffreiches Mineralwasser. Außerdem unterstützt leicht verdauliche Kost, besser auf fünf als auf drei Mahlzeiten aufgeteilt, den Körper. Zwischenmahlzeiten können die Leistungsfähigkeit stabilisieren und mithelfen, Leistungstiefs zu vermeiden. Ein wesentliches Kriterium für die Wertigkeit einer Zwischenmahlzeit ist neben der Nährstoffdichte das Energieverlaufsprofil. Es beschreibt die Geschwindigkeit der Resorption und des Abbaus der Energieträger. Ein sinnvolles Kohlenhydratspektrum mit einer Kombination aus Mono-, Oligo- und Polysacchariden – wie z.B. eine Banane, ein Vollkornbrötchen mit Honig oder Haferflocken mit Milch – sorgt für eine optimale Energiebereitstellung. Zuerst wird die schnelle Energie aus dem Honig aufgenommen, die innerhalb weniger Minuten zur Verfügung steht. Ergänzt wird diese Energiequelle durch die langsamer resorbierten Kohlenhydrate aus dem Getreide oder der Milch, die den Blutzuckerspiegel und damit die verfügbare Energie langfristig konstant halten. Trockenfrüchte helfen gegen akute Müdigkeit. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Süßes gegessen wird. Süßigkeiten verursachen einen raschen Anstieg des Blutzuckers, der aber dann durch einen hohen Insulinausstoß wieder steil nach unten geht. Dadurch wird die Müdigkeit weiter gesteigert. Durch die vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen über Vollkornbrot, Müsli und Gemüse werden starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels vermieden. Flüssigkeitsdefizit vermeiden Das Dilemma: Eine verringerte Nahrungszufuhr erhöht das Risiko eines Flüssigkeitsdefizits, da mit abnehmender Nahrungsaufnahme auch die Menge des Wassers abnimmt, das mit den Lebensmitteln aufgenommen wird. Zudem ist die Menge des Oxidationswassers geringer. Außerdem benötigt der Körper nach einer Operation zusätzliches Wasser, um harnpflichtige Substanzen auszuscheiden. Ein Wassermangel führt rasch zur Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und je nach Ausmaß und Dauer zu schwer wiegenden gesundheitlichen Schäden. Nicht selten kommt es zu Kreislaufversagen. Nach zwei bis vier Tagen ohne Flüssigkeitszufuhr ist der Organismus nicht mehr in der Lage, harnpflichtige Substanzen auszuscheiden. Wer ausreichend trinkt, sorgt dafür, dass das Blut dünnflüssig bleibt und wichtige Nährstoffe dorthin transportiert, wo sie benötigt werden. Beispielsweise wird auf diese Weise das Gehirn optimal mit Sauerstoff und Kohlenhydraten versorgt. Die mentale Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wird so gefördert, Müdigkeit und Schlappheit wird entgegengewirkt. Außerdem liefert ein mineralstoffreiches Mineralwasser wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium zum kalorientechnischen Nulltarif. Am besten eignet sich jetzt mineralstoffreiches Mineralwasser, ideal mit dem Verhältnis Calcium zu Magnesium von 2:1, aber auch Frucht- und Gemüsesäfte, am besten in Form von Schorlen. Gerade jetzt sollten mindestens zwei Liter getrunken werden, um den Kreislauf auf Touren zu bringen. Mineralstoffreiches Mineralwasser gut für den Heilungsprozess Hydrogencarbonat hat neben der Funktion im Säure-Basen-Haushalt zudem eine entscheidende Wirkung auf die Calciumabsorption. Ein hoher Gehalt an Hydrogencarbonat in Mineralwasser kann einen positiven Effekt auf den Knochenstoffwechsel ausüben und neben weiteren Wirkungen u.a. die Calciumabsorption fördern. Die verbesserte Aufnahmefähigkeit von Calcium – in Verbindung mit einem hohen Gehalt an HCO3 – kann sich positiv auf die Regenerationsfähigkeit nach einer Operation auswirken. Mehrere Untersuchungen zeigten den positiven Effekt einer Bicarbonatgabe auf die Herabsetzung von Knochen abbauenden Markern. Mit der Wahl eines mineralstoffreichen Mineralwassers – mit mindestens 1000 mg Hydrogencarbonat pro Liter – kann ein einfach zu realisierender Schritt in Richtung Knochengesundheit und Wiedererlangen der Leistungsfähigkeit getan werden. Neben einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat ist ein Verhältnis von Calcium zu Magnesium 2:1 empfehlenswert, denn in diesem Verhältnis werden beide Mineralstoffe optimal vom Körper aufgenommen. Regelmäßiges und ausreichendes Trinken von mineralstoffreichem Mineralwasser kann die Versorgung mit Hydrogencarbonat sowie Calcium sicherstellen und damit die Stabilität der Knochen maßgeblich erhalten. Zudem hat es einen positiven Einfluss auf die Heilung nach einer Operation – und das Ganze zum kalorientechnischen Nulltarif. Fazit Wird der Körper durch ein adäquates Ess- und Trinkverhalten unterstützt, kann der Heilungsprozess schneller und effektiver verlaufen. |
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