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MSN-4-2010
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Sensomotorik 2.0
Sensomotorik 2.0Eine kleine therapeutische Revolution aus ItalienDie Ansprüche von Patienten, zuweisenden Ärzten und Kostenträgern steigen permanent. Patienten wollen immer umfassender betreut werden, Ärzte wollen ihr Operationsergebnis durch die Reha stabilisiert sehen und Kostenträger fragen immer häufiger nach messbaren Ergebnissen und „heizen“ dadurch den Wettbewerb unter den Rehaeinrichtungen (Benchmark) an. Und kennen Sie das Gefühl, ein Schulterspezialist zu sein und trotzdem an die eigenen Grenzen zu stoßen? Oder aber das eigene Unwohlsein, orthopädischen Patienten mit neuen Knie- oder Hüftendoprothesen, die ein erhöhtes Sturzrisiko zeigen, nicht ausreichend helfen zu können? Eventuell ist es dann so, dass Sie zwar hervorragend in der ärztlichen Diagnostik und Intervention aufgestellt sind, gegebenenfalls auch noch einen akzeptablen Therapie- oder Trainingsraum zur Verfügung haben, aber alles, was sich um sensomotorisches Training (geschweige denn der Evaluation sensorischer Fähigkeiten) dreht, kommt zu kurz. Meine Recherchen haben ergeben, das sich die allermeisten ambulant (und auch stationär) tätigen Rehabilitationseinrichtungen zwar um die Bedeutung des Trainings der inter- und intramuskulären Koordination sowie der Sensomotorik bewusst sind, aber es fehlen ihnen schlichtweg die apparativen Möglichkeiten für das Training bzw. die Therapie. Wir haben jede Menge Weichbodenmatten, Kreisel, Balancekissen, Taue, selbstgebaute Brettchen – ja mitunter einen ganzen Park voller alltagsnaher und –fremder Geräte geschaffen, die aber in jedem Fall eines nicht können – definierte Bewegungen mit definierten Entlastungsgewichten oder vorgewählten Belastungen zu forcieren. Wie aber soll ein Patient mit einem neuen Kniegelenk wieder Trittsicherheit erlangen, wenn er in der Anfangsphase der Rehabilitation nicht lernt, ‚seine’ Abrollbewegung, sein Gangmuster exakt wieder zu programmieren. Anfangs ohne zusätzliche Belastung durch das Körpergewicht und nicht im schmerzhaften Bereich, später dann mit Teilbelastung und simulierter Varianz? Wie begegnen wir der ‚frozen shoulder’ in unserer Therapie? Und wie soll dann ein Speerwerfer beispielsweise wieder in seinen Rhythmus kommen, in seinen Stereotyp der kombinierten Wurfbewegung, wenn er zeitnah nach seiner Schulter – OP nicht genau diese Bewegung ausführen kann? Ganz zu schweigen davon, in der Rehaphase diese Bewegungen erst mit entlastender, später zusätzlich belastender Kraftkomponente zu trainieren? Übrigens, aus letztem Beispiel heraus entstand die Erfolgsgeschichte einer ganzen Firma, der Tecnobody aus Bergamo (Italien). Stefano Marcandelli, der Firmengründer und ehemaliger Leistungssportler im Speerwerfen, verletzte sich eines Tages so schwer, dass er bald darauf das Ende seiner sportlichen Laufbahn bekannt geben musste. Er beschäftigte sich aber sehr intensiv mit seiner Verletzung und den Möglichkeiten der hoffentlich wieder vollständigen Rehabilitation. Nach Jahren der Entwicklungsarbeit entstand ein Multi Joint System Shoulder – kurz MJS Shoulder genannt – daraus. Mit einem Team von Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin, Sportwissenschaft und Ingenieursbau gelang es ihm, nicht nur das sensomotorische Training zu revolutionieren, sondern auch die Geräte zu schaffen, die in der Lage sind, die sensomotorischen Fähigkeiten zu testen und zu evaluieren! Marcandelli kreierte eine ganze Systemlinie für untere Extremitäten, für den Rumpf – Hüftbereich und die oberen Extremitäten, die heute in den innovativsten Therapie- und Trainingszentren Italiens zu Hause sind. Geradezu unglaublich viele Möglichkeiten bieten sich einem versierten Rehateam aus Ärzten und Therapeuten jetzt. Neben höchst sensiblen Sensoren und Stellmotoren für das Training im Sprung- und Kniegelenk findet sogar ein so genannter Trunksensor seinen Einsatz; er zeigt die Position des Oberkörpers isoliert oder aber in Abhängigkeit zum Fuß oder den Beinen. Auch ist ein mobiles System verfügbar, dass zuhause, in Unternehmen oder aber auf Gesundheitstagen genutzt werden kann. Wie aber nun soll diese ‚kleine Revolution’ auch über den Alpenhauptkamm nach Deutschland, Austria und die Schweiz kommen? Wie schon vor über 20 Jahren mit der Einführung der Isokinetik in Europa erkannte der CEO der LMT AG aus Wallisellen, Gregor Hüni, mit Sachverstand und Kompetenz, die hervorragende Nutzbarkeit der Systeme. Sein erster Blick galt nicht der Technik, sondern dem außergewöhnlichen, wunderschönen Design der Geräte. Ebenso ungewöhnlich dann die weitere Vorgehensweise – alle Mitarbeiter testeten die Systeme in Bergamo. In einem Teammeeting entstand ein einhundert prozentiger ‚Spirit’, die Geräte auch im deutschsprachigen Europa einzuführen. Auf der medica 2009 wurde folgerichtig eine umfangreiche Kooperation zwischen beiden Firmen geschlossen. Anschließend folgten interne Ausbildungen, Workshops, Übersetzungsarbeiten der Software und der Handbücher – mithin alle Arbeiten, die den Einsatz der Systeme in der Rehabilitation neurologischer, orthopädischer und kardiologischer Patienten erlauben und absolut wertvoll machen (CE- und MPG - Konformität vorhanden).
Die ‚Early Adopter’ (erste Modelleinrichtungen) waren schnell gefunden.
Christian Seifert, Chef der Reha Vita in Cottbus ist sich sicher wenn er sagt:“ Der Lohn für diese Investition sind erstklassige Therapieerfolge und die Aufwertung unseres orthopädischen und neurologischen Gesamtkonzeptes!“ Die Systeme sind in Italien bereits einige hundert Male im Einsatz – testen auch Sie die Tecnobody – Geräte im Showroom der LMT Schweiz in Wallisellen bei Zürich oder auf einem bei Ihnen in der Nähe stattfindenden Workshops. Informationen dazu erhalten Sie unter www.lmt.eu oder unter thomas.kotsch@lmt.eu |
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