MSN-1-2012
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Schneeschuhlaufen - Entschleunigung mit Flow-Garantie
Schneeschuhlaufen - Entschleunigung mit Flow-Garantie
Fasst man „klassische“ Alltags- und/oder Zivilisationsprobleme zusammen und sucht in den Bereichen Sport, Bewegungs-, Gesundheits- und Entspannungsangebote nach geeigneten Kompensations- oder Präventionsangeboten, so stößt man u.a. auch auf vielfältige Varianten des Schneeschuhlaufens.
Für immer mehr naturorientierte und wetterfeste Ausdauersportler wurden die ursprünglich von Jägern, Trappern und „Fallenstellern“ genutzten, aus Leder und Holz hergestellten Schneeschuhe, zu vielfältigen, den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werdenden Hightech-Geräten entwickelt. Die verwendeten Materialien reichen heute von Kunststoff, Aluminium über Titan bis hin zu Carbon. Die Einsatzbereiche decken – je nach Bauart der Schneeschuhe – hochalpine Abenteuer, erlebnisorientierte Wanderungen, sportives Lauf- und Höhentraining sowie entspannungsorientierte Spaziergänge ab.
Ausdauertraining und Touren
Wie bei jedem anderen Ausdauertraining erlaubt die Gestaltung der Parameter Trainingsumfang (i. d. Regel die zurückgelegte Strecke), Belastungsintensität (im Sinne von prozentualer Belastung der maximalen Herzfrequenz und/oder Höhenmeter) die Ansteuerung unterschiedlichster konditioneller Fähigkeiten, hier speziell im Ausdauerbereich. Grundsätzlich lassen sich über kurze und intensive Einheiten die anaerobe Leistungsfähigkeit, durch das Training im submaximalen Bereich (ca. 80 % – 90 % der maximalen Pulsfrequenz) die anaerob/aerobe Ausdauer, mit mittellangen Einheiten die aerobe Leistungsfähigkeit ansteuern. Lange Einheiten mit ca. 60 % – 70 % der maximalen Pulsfrequenz stellen den Bereich des Stoffwechseltrainings dar, das Training im niedrigeren Pulsbereich fördert die physische und psychische Regeneration. Moderate Schneeschuhtouren über längere oder lange Strecken bei wenig profilierten Landschaftsformen ermöglichen es, „die Seele baumeln zu lassen“. Je schwieriger das Gelände und die Streckenführung, umso gewissenhafter muss die Vorbereitung der „Expedition“ sein. Im alpinen Gelände gilt es, die Lawinensituation und die Wetterverhältnisse vor und während der Tour unbedingt zu berücksichtigen. Das Mitführen u.a. eines Lawinenverschüttetensuch- Gerätes, einer Lawinenschaufel, einer Erste-Hilfe-Ausrüstung und einer Sonde ist bei anspruchsvollen alpinen Touren eine Selbstverständlichkeit. Schneeschuhtouren in moderaten Mittelgebirgslandschaften lassen sich unter Beachtung deutlich weniger umfangreicher Maßnahmen realisieren.
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