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Verletzungen beim Wintersport (Skisport)

Verletzungen beim Wintersport (Skisport)

Skiunfallerhebung in Österreich, Wintersaison 2007/2008

Seit 15 Jahren führt der Österreichische Skiverband in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaften der Universität Innsbruck regelmäßig in mehrjährigen Abständen eine
Skiunfallerhebung durch. Ziel ist es, das Skiunfallgeschehen auf den österreichischen Skipisten zu dokumentieren und mögliche Veränderungen rechtzeitig zu erfassen, um im Rahmen präventiver Bemühungen diesen ­entgegenzuwirken.

In der Saison 2007/2008 wurden in drei ausgewählten Skigebieten 756 Verletzte erfasst. Ca. 55?% aller Verletzten waren Männer und 45?% Frauen. 2002/2003 waren im Vergleich dazu 53?% der Verletzen Männer und 47?% Frauen. Das Durchschnittsalter aller Verletzten betrug 33 Jahre. Skifahrer waren mit einem Altersdurchschnitt von 36 Jahren deutlich älter als Snowboarder mit einem Altersdurchschnitt von 21 Jahren.
In 82,5?% der Verletzungen waren Skifahrer und in 17?% Snowboarder betroffen. 0,5?% entfiel auf sonstige Wintersportgeräte. In der Saison 2002/2003 lag zum Vergleich der Anteil an verletzten Snowboardern bei 23?%.
Der selbstverschuldete Einzelsturz ist mit 87?% die am weitaus häufigsten auftretende Unfallursache. Personenkollisionen stehen mit ca. 10?% an zweiter Stelle. Aufprall, Liftunfälle, Herzinfarkte und sonstige Ursachen machen zusammen knapp 3?% aus. Skifahrer verletzen sich am häufigsten an den unteren Extremitäten und hier vor allem am Kniegelenk (39?%). Im Gegensatz dazu ziehen sich die Snowboarder vor allem im Bereich Schulter/Rücken/Nacken (16?%) und im Armbereich (41?%) die häufigsten Verletzungen zu.
Um Unfälle zu vermeiden bzw. deren Anzahl reduzieren zu können, muss neben einer richtig eingestellten Sicherheitsbindung vor allem rücksichtsvolles Verhalten auf der Piste, eine gewisse konditionelle Vorbereitung auf die Wintersaison, Aufwärmen auf der Piste, individuelle Pausengestaltung und eine richtige Selbsteinschätzung genannt werden.
Durch das Tragen eines Skihelmes können schwere Kopfverletzungen verhindert werden. Besonders beim Snowboarden empfiehlt sich neben dem Tragen eines Helmes auch das Anlegen von Arm- und Rückenprotektoren.

Dr. Renate Sommersacher

Stichwörter:
Sportmedizin Wintersport Sportmedizin

Ausgabe MSN 1 / 2009

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 1 / 2009.
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