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Brose Baskets Bamberg sind deutscher Meister!

Brose Baskets Bamberg sind deutscher Meister!

Und medicalsportsnetwork war live dabei!

Spannend war es, doch am Ende haben die Brose Baskets sich den historischen Erfolg nicht nehmen lassen. Im engsten der drei Finalspiele konnten sie sich 97:95 (43:51) gegen noch einmal alles investierende Akteure von ratiopharm Ulm durchsetzen und damit den entscheidenden Sieg einfahren. Zum dritten Mal in Serie geht somit nach dem Pokal auch die Meisterschaft an die Regnitz, keinem anderen Team war dies in Deutschland zuvor je gelungen. Für die medicalsportsnetwork war Robert Erbeldinger Live beim Spiel dabei!

Dieselben zehn Akteure wie am Mittwoch in Ulm bevölkerten beim Sprungball das Parkett, für Ulm Per Günther, Isaiah Swann, Steven Esterkamp, Dane Watts und John Bryant, auf Bamberger Seite Brian Roberts, Anton Gavel, Casey Jacobsen, PJ Tucker und Tibor Pleiß. Direkt zu Beginn überrsaschten die Gäste mit einer Zonenverteidigung und erzielten durch Swann auch die ersten Punkte der Partie, Bamberg übernahm fortan aber das Kommando und führte nach zwei Minuten druch Punkte von Pleiß und Gavel mit 6:2. Tucker erhöhte per Freiwurf und – für ihn ungewohnt – per Linkskorbleger weiter, ehe Watts im Nachfassen nach einigen deutlich verzogenen Schüssen der Gäste wieder für Ulm scorte. Günther und Esterkamp sorgten nach fünf Minuten für den Anschluss zum 10:8, Bamberg hingegen schloss überhastet und ungenau ab, was Chris Fleming zu seiner ersten Auszeit veranlasste. Bryant glich an Pleiß vorbei aus, Swann schloss den 11:0-Lauf per Dreier ab, ehe die Gastgeber die Kugel durch ihren Center wieder im Gästekorb unterbrachten. Die Schwaben schienen ihren Rhythmus nun gefunden zu haben, vor allem in Person von Swann, der zwei Dreier in Serie über Tadda zum 17:21 versenkte. Weil Marcus Slaughter sich an der Freiwurflinie und beim Korbleger allerdings sehr schwer tat, ging Ulm mit einer hauchdünnen Führung in die erste Viertelpause – 22:23 aus Bamberger Sicht.

Ein Blackout von Suput bescherte Watts einen freien Dunking, nach Jenkins' Punkten antwortete Nankivil prompt per Dreier zum 24:28. Zu selten erhielt Bambergs Defensive Zugriff, offensiv konnte der Titelverteidiger nach Günther aber auch dem zweiten Aufbauspieler Mason-Griffin sein zweites Foul anhängen. Irritieren konnte man die Schwaben dadurch nicht, die spielten weiterhin ihr Programm wie geplant durch und behaupteten stets einen knappen Vorsprung. Zu sehr ließen die Brose Baskets sich vom Stil des Herausforderers mitreißen und wurden hektisch. Erst Routinier Suput beruhigte durch seine Aktionen das Spiel, verbuchte fünf Punkte am Stück und einen Assist auf Tucker, der in der 17. Minute das 40:38 für die Oberfranken markierte. Dies sollte aber nur ein kurzes Zwischenhoch bleiben, 90 Sekunden vor der Pause hatte Ulm beim Stand von 43:46 die Gelegenheit, per Freiwurf seine höchste Führung des bisherigen Spiels zu erzielen, was zu einer zweiten Bamberger Auszeit führte. Swann, mit seinen Punkten 15 und 16, nahm dankbar an und mit dem Buzzer konnte Nankivil sogar auf 43:51 stellen.

Herausragende 58% aus dem Feld hatten die Gäste aus dem Feld vor dem Seitenwechsel gegen behäbige Bamberger geworfen und auch im Rebound noch leicht die Nase vorne gehabt. Eine gewaltige Steigerung galt es daher für die Gastgeber hinzulegen, wollte man die Serie tatsächlich an diesem Tag beenden. Anton Gavel eröffnete vielversprechend mit seinem ersten Dreier und einem weiteren Korbleger, doch Swann und Bryant zahlten mit gleicher Münze zurück. Nach drei Minuten lag das Team von Thorsten Leibenath sogar erstmals in der gesamten Serie zweistellig vorne (50:60). Tucker wühlte sich zum Korb, Watts griff nach einem Ballverlust so ungeschickt zu, dass er ein unsportliches Foul kassierte, was Roberts von der Linie und schließlich Tucker per Dreipunktspiel nutzten. Als dann noch Slaughter trotz Foul im Fastbreak abschloss und es plötzlich 59:60 stand, schritt Ulms Bank nach knapp fünf gespielten Minuten schließlich per Auszeit ein. Die schien zum richtigen Zeitpunkt zu kommen, denn als hätten die Teams Trikots und Richtung getauscht, übernahm fortan das Gastteam wieder die Kontrolle durch Punkte von Bryant und Günther. Bamberg wirkte genervt, was sich in einem technischen Foul von Tucker, seinem vierten persönlichen, nach 26 Minuten äußerte, woraufhin Swann per Freiwurf wieder auf 59:67 erhöhte. Hektik kam nach diesen Szenen in die Partie, auf den Rängen wie auf dem Feld. Slaughter traf zum 65:69, Swann versenkte aber eiskalt seinen nächsten Dreier zum 65:72. Günther und Esterkamp hatten wie zuvor Tucker ihr jeweils viertes Foul begangen, der überragende Swann hielt die Gäste aber vor den letzten zehn Minuten beim Stand von 68:74 vorne.

Nur unmerklich hatten die Brose Baskets ihr Halbzeitdefizit also verkürzen können, ins vierte Viertel kamen sie durch einen Block Slaughters und Suputs Dreier aber sehr gut. Betz setzte sich clever für zwei Ulmer Punkte durch, doch der nun omnipräsente Slaughter bediente erst Roberts für den nächsten Dreier und glich dann selbst per Dunking aus. Ulm brachte Swann zurück ins Spiel, ging durch Nankivil wieder in Führung und baute sie durch seinen überragenden Guard (29 Punkte nach 33 Minuten) weiter aus. Tadda und Suput egalisierten und nach mehreren Versuchen traf endlich auch Jenkins von der Dreierlinie zum 84:81 nach etwas mehr als 34 Spielminuten. Ulm nahm eine Auszeit, doch Watts fand keinen freien Mitspieler. Gavel verzog zweimal frei von der Dreierlinie, Swann punktete im Nachfassen und Roberts foulte Günther beim Korbleger, so dass der noch einen Punkt zum 84:86 draufpacken durfte. Roberts war zur Stelle, doch Swann setzte sein unglaubliches Spiel fort und konnte von der Dreierlinie wieder Ulm nach vorne bringen. Drei Minuten vor Schluss foulte sich Günther als erster Akteur aus dem Spiel, die resultierenden Freiwürfe traf Pleiß zum 89:89. Watts gelang ein Freiwurftreffer, Swann unterlief gegen Gavel ein Offensivfoul, sein viertes. Roberts für Bamberg, Swann für Ulm zum 91:92, die letzten 60 Sekunden brachen an und Jacobsen traf aus der Ecke per Dreier. Mason-Griffin versuchte den Mitteldistanzwurf, scheiterte und Brian Roberts besaß die Kaltschnäuzigkeit, Tibor Pleiß mit Ablauf der Wurfuhr den Alley-Hoop-Pass zu servieren, den der neun Sekunden vor Ende zum 96:92 in den Korb hämmerte. Ulm konterte nach einer Auszeit auf gleichem Wege, Nankivil traf trotz Foul und erhielt noch einen Bonuswurf, den er auch in Zählbares ummünzte. 7,9 Sekunden waren nun noch auf der Uhr, Ulm musste noch einmal an den Ball kommen und nach einer Bamberger Auszeit schickte man folglich gleich Anton Gavel an die Freiwurflinie. Einen verwandelten Freiwurf später kam Ulm zu keinem kontrollierten Wurf mehr.

Brose Baskets: Roberts (16), Suput (15), Pleiß (14), Tucker (13), Gavel (11), Jacobsen (10), Slaughter (9), Jenkins (5), Tadda (4)
ratiopharm Ulm: Swann (36), Günther (17), Nankivil (13), Bryant (8), Esterkamp (7), Betz (5), Watts (5), Mason-Griffin (4), Torbert, Wenzl

Foto: © MedicalSportNetwork

Ausgabe MSN 3 / 2012

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe MSN 3 / 2012.
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