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Bluthochdruck
BluthochdruckTeil 2Im ersten Teil des Beitrags (erschienen in der medicalsportsnetwork 2.11) hat Dr. med. Roland Nebel über die Besonderheiten der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) bei Sportlern berichtet. Im zweiten Teil geht er nun auf die Evaluation des Bluthochdrucks bei Athleten und verschiedenen Therapieformen ein. Evaluation des Bluthochdrucks bei Athleten Diagnostik
Familiäre Belastung durch Bluthochdruck und/oder prämature kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall müssen ebenso erfragt werden wie externe, den Blutdruck erhöhende Faktoren (Tab. 1). Salz, gesättigte Fettsäuren, Alkohol, Tabakprodukte, Medikamente, Dopingsubstanzen sowie Nahrungsergänzungsmittel und orale Kontrazeptiva bei Frauen stehen hier im Mittelpunkt. Therapie Zuletzt formulierte im Jahr 2005 in den USA die 36. Bethesda-Konferenz Empfehlungen für Athleten mit kardiovaskulären Erkrankungen zur Prävention des plötzlichen Herztodes oder eines Fortschreitens der zu Grunde liegenden funktionellen oder strukturellen Erkrankungen. Auch im deutschsprachigen Raum wird dabei zwischen zwei grundsätzlichen Arten des Sports unterschieden: Dynamische (Volumenbelastung für den linken Ventrikel) oder statische (Druckbelastung für den linken Ventrikel) Sportarten, darüber hinaus trennt man drei Intensitätsstufen (niedrig, mittel, hoch) sowie die An- oder Abwesenheit von Kontakt- bzw. Kollisionskomponenten (Abb.1). Aufgrund des weiten Spektrums sowohl statischer als auch dynamischer Belastungen in vielen Sportarten bestehen Limitierungen innerhalb dieses Klassifikationssystems, sodass entsprechende Beratungen eines Sportlers mit Bluthochdruck individuell formuliert werden müssen. Bei der Beratung sind ebenfalls die unterschiedlichen Anforderungen während des Trainings und in Wettkampfsituationen zu beachten. Besondere Empfehlungen bestehen noch für Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Blutdruck im Hinblick auf Training und Wettkampf. Prinzipien der Behandlung des Sportlers mit erhöhtem Blutdruck Grundsätzlich sollten sich betreuende und behandelnde Ärzte bzw. Therapeuten stets bewusst sein, dass Sportler aller Aktivitätsniveaus jeweils einzigartige physiologische und psychologische Eigenschaften aufweisen und dass eines der zentralen Betreuungsziele der Erhalt der sportlichen Aktivität im größtmöglichen Rahmen sein muss. Unabhängig davon muss ein manifester Bluthochdruck auch bei Sportlern effektiv und nach modernen Standards behandelt werden, da ein unbehandelter Hochdruck sowohl Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit als auch unkalkulierte gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Hier sind Zielwerte von unter 140/90 mm Hg bzw. vom unter 130/80 mm Hg bei Begleiterkrankungen (Nierenerkrankungen) sicher anzustreben und auch kontrolliert beizubehalten. Nichtmedikamentöse Therapiestrategien Essenzielle Lebensstilinterventionen sind in Tab. 2 dargestellt. Besonders wichtig sind diese Empfehlungen bei Patienten mit Diabetes mellitus, älteren Sportlern („master athlets“) sowie bei Sportlern afroamerikanischer Herkunft. Medikamentöse Therapie Bei der medikamentösen Differenzialtherapie sind die antihypertensive Wirksamkeit, der Nachweis einer Prognoseverbesserung sowie die Berücksichtigung jeweils vorliegender individueller Begleit- und Folgeerkrankungen entscheidend. Bewegungstherapie und medikamentöse Therapie haben sich synergistisch zu ergänzen und nicht zu konterkarikieren. Beim Sportler sollten durch die Medikation erreicht werden:
1. Eine effektive Kontrolle sowohl des Ruhe- als auch des Belastungsblutdrucks
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